Polizei hofft auf Hinweise

„Unter Androhungen von Gewalt“ – Junger Mann (20) muss Täter folgen und wird vergewaltigt

Ein Blick auf den Wetzlarer Dom. Im Vordergrund fließt der Fluss Lahn.
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In Wetzlar wurde in der Nähe des Flusses Lahn ein junger Mann Opfer einer Vergewaltigung. (Symbolbild)

In Wetzlar wurde am vergangenen Wochenende ein junger Mann Opfer einer Vergewaltigung. Die Polizei hofft nun auf Hinweise und sucht Zeugen.

Wetzlar - Am vergangenen Samstag (4. September) hat sich in den frühen Morgenstunden ein sexueller Übergriff in Hessen ereignet. Ein 20-jähriger Mann aus dem Lahn-Dill-Kreis wurde in Wetzlar Opfer einer Vergewaltigung. Die Polizei sucht nun nach Zeugen und hofft auf Hinweise.

Wetzlar: Junger Mann (20) wird „unter Androhungen von Gewalt“ vergewaltigt

„Das Opfer hielt sich am frühen Samstagmorgen, zwischen 02.00 Uhr und 04.00 Uhr, am Wetzlarer Bahnhof auf“, teilte die Polizei in einer Pressemitteilung mit. Dort sei der 20-jährige Mann vom späteren Täter angesprochen worden. „Unter Androhungen von Gewalt“ sei das Opfer aufgefordert worden, den Täter zu begleiten.

Gemeinsam seien die beiden der Polizei zufolge in Richtung Lahn gelaufen – einem Fluss, der durch Wetzlar fließt. In der Nähe des Lahn-Radweges, unmittelbar an einem Parkplatz unterhalb der Bundesstraße 49 sei es dann zu den gewaltsamen sexuellen Handlungen des Täters gekommen.

Wetzlar: Passant wird aufmerksam – Polizei gibt Täterbeschreibung aus und hofft auf Hinweise

„Als ein Passant vorbeilief, machte der 20-Jährige auf sich aufmerksam, worauf der Täter flüchtete“, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei weiter. An einer Straße hielten der Passant und der junge Mann schließlich ein Auto an. Die Insassen brachten das Opfer daraufhin zur Polizei. „Der Täter ist dunkelhäutig, sogenannter afrikanischer Phänotyp, zwischen 175 und 180 cm groß und etwa 20 bis 25 Jahre alt. Er hatte kurze Haare, fast eine Glatze, einen schwarzen Vollbart, war dunkel gekleidet und sprach Deutsch mit Akzent“, lautet die Täterbeschreibung der Polizei.

Die Ermittler erhoffen sich durch das Veröffentlichen der Tat Hinweise auf den Täter und suchen nach Zeugen, die etwas beobachtet haben. Zudem ruft die Polizei den Passanten, der das Opfer zur Straße begleitet hat, auf, sich zu melden. „Er wird als wichtiger Zeuge gesucht“, schreiben die Ermittler in ihrer Pressemitteilung.

In München sorgte in diesem Sommer eine Vergewaltigung einer Jugendlichen nach einer Abschlussfeier für Entsetzen. In den sozialen Medien zog der Zeugenaufruf schlimme Kommentare nach sich. In Großbritannien konnte ein Vergewaltiger 40 Jahre nach der Tat überführt werden. (ph/dpa)

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