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WhatsApp-Betrug: Vorsicht vor Abo-Falle hinter Coca-Cola-Gewinnspiel – es kann sehr teuer werden

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Von: Ines Baur

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Via WhatsApp geht ein gefälschtes Coca-Cola-Gewinnspiel um. Wer auf den anhängenden Link anklickt, landet in einer teuren Abo-Falle.

München/León – Es ist immer wieder die gleiche Masche: Durch Gewinnspiele, Verlosungen oder Kettenbriefe legen Kriminelle die Menschen rein. Die entsprechenden WhatsApp-Nachrichten enthalten Links. Auf die können eine Userin oder ein User klicken, um an einem vermeintlichen Gewinnspiel teilzunehmen. Aktuell verspricht dies ein Link anlässlich des 130-jährigen Firmenjubiläums von Coca-Cola. Doch statt toller Gewinne gerät man mit dem Klicken auf den Link in eine Abo-Falle.

Wer den Link, der meistens mit Tinyurl5.ru beginnt, anklickt und seine persönlichen Daten und die Bankverbindung angibt, schließe ein Abonnement für einen Dienst ab. Dadurch werden alle 14 Tage 43,50 Euro abgebucht, warnt das spanische National Cybersecurity Institute auf seiner Webseite. Opfer würden unter dem Vorwand von Geschenken zum 130-jährigen Firmenjubiläum auf eine betrügerische Website, Phishing, umgeleitet.

Whatsapp
Immer wieder nutzen Cyberkriminelle WhatsApp und die Namen prominenter Unternehmen für ihre Betrugsmaschen.. © Christoph Dernbach/dpa/dpa-tmn

WhatsApp-Betrug, damit gewinnt man keinen Kühlschrank

Auf der Website würden in Folge persönliche Daten abgefragt, um eine Tankkarte im Wert von 500 Euro, die an allen Shell-Tankstellen gültig sein soll, zu gewinnen. Oder es winkt angeblich ein Coca-Cola-Mini-Kühlschrank. „In Wirklichkeit verbirgt sich dahinter ein Abonnement für einen Service, der alle 14 Tage 43,50 Euro kostet.“

Laut dem österreichischen Portal Mimikama.at ist die Betrugsmasche nicht nur auf Spanien beschränkt. Das Gewinnspiel soll auch im deutschsprachigen Raum via WhatsApp verbreitet werden.

Betrug via WhatsApp - Nicht das erste und nicht das letzte Mal

Dies sei nicht das erste Mal, dass Cyberkriminelle via WhatsApp die Menschen betrügen, abzocken oder Fake-Lotterien im Namen großer Unternehmen verbreiten, warnt auch netzwelt.de. Zuletzt wurden der Baumarkt Obi im Vorfeld des Vatertags sowie Milka vor Ostern Opfer solcher Kampagnen.

Bei den österreichischen Nachbarn waren Austrian Airlines und die Österreichischen Bundesbahnen schon Mittel zum Zweck der kriminellen Phishing-Versuche.

WhatsApp-Betrug: Bankkonto und Kreditkartenabrechnung regelmäßig prüfen

Wer auf den Coca-Cola-Spam hereingefallen ist, auf den Link zugegriffen hat und irgendwann Kreditkartendaten angegeben hat, solle sich zeitnah mit seiner Bank in Verbindung setzen, rät das Institut.

Und weiter: „Wir empfehlen Ihnen, wachsam zu sein und die über Sie im Internet veröffentlichten Informationen regelmäßig zu überprüfen, um zu verhindern, dass Ihre privaten Daten ohne Ihre Zustimmung verwendet werden.“

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