Hackerangriff auf WhatsApp

WhatsApp: Facebook gewinnt vor Gericht gegen Hacker-Gruppe

WhatsApp: Facebook gewinnt vor Gericht gegen Hacker-Gruppe
+
Seit 2014 Teil von Facebook Inc.: Der Messenger-Dienst WhatsApp.

Facebook klagte erfolgreich gegen die Firma NSO, die bezichtigt wird, WhatsApp gehackt zu haben. NSO wirft Facebook nun vor, dass die Klage nicht richtig zugestellt wurde.

  • Unternehmen aus Israel hackt WhatsApp
  • Facebook klagt gegen das Unternehmen
  • Das Urteil könnte vielleicht noch kippen

Facebook gelang es kürzlich, sich vor Gericht gegen die Firma NSO durchzusetzen. Dabei handelt es sich um einen israelischen Anbieter von Überwachungssoftware. 

Dem Unternehmen wurde dabei vorgeworfen, den zu Facebook gehörenden Messenger-Dienst WhatsApp attackiert und verschiedene Zielpersonen ausgespäht zu haben. 

Facebook profitiert von Versäumnis der WhatsApp-Hacker

Wie aus den Gerichtsunterlagen im kalifornischen San Francisco hervorgeht, setzte sich Facebook vor Gericht lediglich gegen die Firma NSO durch, weil die Gegenseite nicht auf die Klage reagierte. 

Das israelische Unternehmen, welches WhatsApp gehackt haben soll, kritisiert jedoch, dass die Klage nicht korrekt zugestellt worden sei und dass Facebook zu früh eine Versäumnisurteil gefordert habe.

Da die Firma NSO mit der Zustellung der Klage nicht einverstanden ist, wird nun geprüft, ob sich das Urteil doch noch kippen lässt. Facebook listete in dem Antrag allerdings mehrere Wege auf, über die NSO die Klage zugestellt worden sei.

Keine Stellungnahme der WhatsApp-Hacker nach Facebook-Klage

Facebook hatte NSO im Oktober vergangenen Jahres verklagt. Das Unternehmen habe versucht, sich über eine spät geschlossene Sicherheitslücke bei WhatsApp Zugriff auf eine große Menge Smartphones zu verschaffen.

Damals hieß es seitens der israelischen Firma, dass man seine Dienste ausschließlich Geheimdiensten und Ermittlungsbehörden anbieten würde, und dass das Unternehmen lediglich die entsprechende Software zur Verfügung stellt. 

Außerdem wurde von NSO im Vorfeld des Prozesses behauptet, dass man sich vehement gegen die Anschuldigungen verteidigen wollen würde. Während des Verfahrens ließ die Firma jedoch Fristen für Stellungnahmen verstreichen und erschien nicht vor Gericht. Daraufhin beantragte Facebook ein Versäumnisurteil.

Facebook beklagt Verletzungen der WhatsApp-Nutzungsbedingungen

Wie Facebook bekanntgab, seien unter den gehackten Zielpersonen unter anderem Journalisten, Anwälte, Menschenrechtsaktivisten, Diplomaten und Regierungsbeamte. Die Personen, die den Spionage-Attacken auf WhatsApp zum Opfer fielen, kämen aus Länder wie Mexiko, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Facebook begründete die Klage gegen NSO damit, dass Nutzungsbedingungen von WhatsApp verletzt worden seien.

Lesen Sie hier: Der beliebte Dark Mode ist endlich auch für WhatsApp verfügbar - so aktivieren sie ihn

Kein Datenschutz? WhatsApp sammelt Daten von Nutzern - selbst wenn die App gelöscht wurde.

Von Nail Akkoyun*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Auch interessant

Kommentare