„Nachrichtenbomben“

WhatsApp: Wenn Sie diese Nachricht erhalten, könnten all ihre Chats gelöscht werden - so schützen Sie sich dagegen

WhatsApp nutzt fast jeder. Was aber die wenigsten wissen: Bestimmte Nachrichten können den beliebten Messenger-Dienst abstürzen lassen - und sogar alle Chats löschen. So schützt man sich dagegen.

München - Alle WhatsApp-Chats weg! Bei diesem Gedanken stellt es vielen Nutzern des beliebtesten Messenger-Diensts bestimmt die Haare auf. Doch was wie ein unrealistischer Albtraum klingt, könnte schneller wahr werden, als man glaubt - es braucht nur ein paar bestimmte Nachrichten, und schon könnte alles futsch sein.

WhatsApp: „Nachrichtenbomben“ - App stürzt ab und lässt sich nicht mehr richtig starten

Konkret geht es um Nachrichten mit Sonderzeichen - viele, viele Sonderzeichen. Sogenannte „Nachrichtenbomben“ mit tausenden Sonderzeichen, die Unbekannte versenden, um die App beim Empfänger zu überlasten. Diese ist für diese spezielle Art Datenmenge nicht ausgelegt und stürzt ab, wenn sie versucht, die vielen Sonderzeichen darzustellen. Das berichtet T-Online.

Was also tun? Klar, einfach die App neu starten. Doch das Problem bleibt bestehen - WhatsApp versucht, die Nachricht darzustellen und stürzt wieder ab. Nun bleibt nur noch eine Option: Die ganze App entfernen und eine Neuinstallation durchführen. Und wenn nun kein Backup für die Chats gemacht wurde, sind alle Nachrichtenverläufe für immer verloren!

WhatsApp: „Nachrichtenbomben“ entschärfen - so geht es

Sich für diesen „Bomben“ zu schützen, ist leider kaum möglich. Aber Vorsichtsmaßnahmen kann man treffen. Zum Beispiel empfiehlt es sich, WhatsApp auch auf dem Browser oder in der Desktop-App zu nutzen. Hier lassen sich die vielen Sonderzeichen problemlos darstellen und die Nachricht löschen, sodass man danach auch wieder die mobile App öffnen kann.

Das Problem: Die Desktop-Autorisierung kann nicht nachträglich erfolgen. Kommt eine „Bombe“ an, ist es also zu spät - außer, man hat die Desktop-Autorisierung vorher durchgeführt. Dann kann man sie einfach am Computer „entschärfen“.

Man kann auch besser kontrollieren, wer einem Nachrichten schicken darf - zum Beispiel, dass man nicht ungefragt zu Gruppen hinzugefügt werden kann. Dies lässt sich unter Account > Datenschutz > Gruppen regulieren, wo man statt „Jeder“ besser „Meine Kontakte“ auswählen sollte. Auch immer wichtig ist es, die Chatverläufe regelmäßig zu sichern. Dann kann selbst eine „Bombe“ nicht so viel anrichten.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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