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WhatsApp bekommt neuen Namen - Zahlreiche Änderungen und Details über neue Funktion

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Facebook heißt jetzt Meta, welche Namensänderung gibt es bei WhatsApp?
Die Namensänderung bei Facebook zieht nun weitere Kreise. Auch bei WhatsApp ändert sich etwas (Symbolbild). © imageBROKER /Lilly / Imago

Facebook ist jetzt Meta – und auch bei WhatsApp gibt es eine Namensänderung. Was sich sonst noch beim Nachrichtenservice ändert.

Menlo Park - Facebook gab sich kürzlich einen neuen Namen, wohl auch um von negativer Berichterstattung abzulenken. Nun heißt der von Mark Zuckerberg gegründete Konzern Meta – und auch bei WhatsApp ändert sich einiges.

Die WhatsApp-Änderungen im Überblick

Der stets gut informierte Blog WeBetaInfo berichtet, dass im Footer von WhatsApp künftig „WhatsApp from Meta“ statt wie bisher „WhatsApp from Facebook“ stehen wird. Die Änderung gilt ab der WhatsApp Messenger Beta-Version für iOS 2.21.220.14 und bei Android ab dem Update 2.21.22.21. Der WhatsApp-Chef Will Cathcart erklärte diesen Schritt auf Twitter damit, dass das Unternehmen mehr Klarheit und Transparenz schaffen wolle:

Außerdem brachte WhatsApp* neue Funktionen heraus. Wer gerne die Desktop-Version von WhatsApp* verwendet, bekommt hier eine entscheidende Zusatzfunktion. Bislang war die Computer-Version vom Handyakku abhängig. War der leer, konnten Nutzer den Nachrichtendienst auf dem Computer nicht mehr weiterverwenden. Ab sofort funktioniert WhatsApp auf dem Desktop auch unabhängig vom Akku des Smartphones, sobald die Geräte einmal verbunden sind.

Jeder versendete Link hat nun eine große Vorschau, sodass direkt klar ist, worum es sich handelt. Auch Sticker, Smileys und Emojis lassen sich schneller finden. Zudem können Nutzer Fotos ab sofort direkt in WhatsApp bearbeiten. Zuschneiden, drehen, das Hinzufügen von Schrift oder Smileys sind jetzt möglich.

Namensänderung bei Facebook und WhatsApp: Das sind die Hintergründe

Facebook (heute: Meta) stand in der letzten Zeit immer wieder heftig in der Kritik. Das Unternehmen hatte beispielsweise in internen Studien festgestellt*, dass die Nutzung von Instagram bei jungen Mädchen das Körperbild verschlechtert. Der Konzern hielt diese Erkenntnisse allerdings unter Verschluss – ohne Konsequenzen daraus zu ziehen. Auch bei Selbstverletzungen spielen soziale Medien eine Rolle: Rund sechs Prozent der US-Nutzer, die sich selbst verletzt haben, führten das direkt auf Instagram zurück.

Zudem wird Facebook mit dem Genozid der Rohingya in Myanmar* in Verbindung gebracht, einer der schlimmsten humanitären Katastrophen unserer Zeit. Hassrede und Fehlinformationen konnten ungefiltert in dem sozialen Medium verbreitet werden und zu Morden, Vergewaltigung und Vertreibung anstiften. Mitglieder des Militärs waren die Hauptakteure, ihr Hass richtete sich gegen die Minderheit der muslimischen Rohingya.

Das gut recherchierte Buch „An Ugly Truth“ von Sheera Frenkel und Cecilia Kang deckt die Hintergründe im Meta-Konzern auf. Über 400 Menschen standen als Quellen zu Verfügung. Meta ist einer der wenigen großen Tech-Konzerne im Silicon Valley, der noch von seinem ursprünglichen Gründer geführt wird. Mark Zuckerberg hält 54 Prozent der Stimmrechtsanteile und hat damit im Grunde das alleinige Sagen. Die Namensänderung ist ein Versuch, das negative Image loszuwerden und die Berichterstattung gezielt zu anderen Themen zu lenken, so die Autoren. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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