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Nach Geldstrafe: WhatsApp mit Neuerung - User werden in den kommenden Tagen informiert

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Von: Marc Dimitriu

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WhatsApp informier seine Nutzer in den nächsten Tagen über die kommenden Nutzungsregeln.
WhatsApp informier seine Nutzer in den nächsten Tagen über die kommenden Nutzungsregeln. © Rüdiger Wölk/imago-images

WhatsApp zeigt nach einer empfindlichen Geldstrafe eine Reaktion und formuliert seine Nutzungsregeln präziser. Die Nutzer werden in den kommenden Tagen über die Neuerung informiert.

Menlo Park - Das Facebook-Imperium, das seit neuestem auf den Namen Meta umgetauft wurde*, fiel in der Vergangenheit durch Verstöße gegen das Datenschutzrecht auf. Meta-Tochter WhatsApp wurde nun von einer irischen Aufsichtsbehörde zu einer Strafzahlung in dreistelliger Millionenhöhe verdonnert und reagiert mit Ergänzungen seiner Nutzungsregeln. Das Unternehmen will seinen Usern künftig transparenter aufzeigen, wie die jeweiligen Daten verarbeitet werden.

WhatsApp: Messenger-Gigant reagiert auf Strafzahlung - User müssen Neuerungen nicht zustimmen

In den kommenden Tagen werden alle Nutzer des Messenger-Riesen über die neuen Nutzungsbestimmungen und die angepassten Datenschutzinfos in Kenntnis gesetzt. Wie WhatsApp mitteilt, soll die Transparenz und die Verständlichkeit erhöht werden, User sollen darum erfahren, welche Daten das Unternehmen sammelt.

Doch auch wo sie gespeichert werden und wann sie entfernt werden, will der Messenger-Dienst offenlegen. Wie das Unternehmen außerdem betonte, werde sich an der Technik jedoch nichts ändern. Man werde nur die von Datenschützern auferlegte Klarstellungen vornehmen.

Den Nutzer werden angesichts der Neuerung keine Steine in den Weg gelegt, sie müssen die Änderungen nicht akzeptieren oder andere aktive Maßnahmen ergreifen. Stattdessen werden sie nur über ein Banner, auf dem die aktualisierte Fassung der Datenschutzinfos zu finden ist, über die Bestimmungen informiert. Die neue Version wird dabei bedeutend länger sein als die bisherige.

WhatsApp erneuert Nutzungsbedingungen: Zweithöchste Strafe für Datenschutz-Verstoß nach Amazon

Der Instant-Messaging-Dienst, der seit 2014 zu Facebook gehört, hat in Irland seinen europäischen Sitz, weshalb die irische Aufsichtsbehörde Data Protection Commission (DPC) die Einhaltung und Überwachung der Standards überwacht. Im September verhängte die DPC WhatsApp mit einer Strafe von 225 Millionen Euro*. Der Vorwurf: WhatsApp soll seine User nicht ausreichend über die Verwendung ihrer Daten informiert haben.

Die Meta-Tochter wehrt sich gegen das Urteil, der Rechtsstreit könnte nun über Jahre laufen. Es ist die bislang zweithöchste Strafe für Verstöße gegen den Datenschutz nach dem Rekord-Bußgeld gegen Amazon. Dem Onlineversandhändler wurde im Sommer von den luxemburgischen Datenschützern ein Bußgeld von 746 Millionen Euro auferlegt, auch Amazon wehrt sich gegen die Strafe. (ajr)*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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