Heikler Punkt für alle Nutzer

WhatsApp: Konzern greift nach Kritik zu ungewöhnlicher Methode - Detail daran sorgt schon wieder für Ärger

Viele WhatsApp-Nutzer dürften sich kürzlich über eine Neuerung bei dem Messengerdienst gewundert haben. Zufällig gewählt ist der Zeitpunkt der Änderung nicht.

  • Ungewohnte Meldungen finden sich derzeit in den WhatsApp-Status-Meldungen.
  • Das Unternehmen schaltet dort nun Eigenwerbung.
  • Vor allem ein Detail sorgt daran für Kritik.

München - Pärchenbilder, Landschaftsfotos oder Selfies: Wer in WhatsApp auf den Reiter „Status“ klickt, bekommt zumeist persönliche Fotos aus dem Leben seiner Kontakte angezeigt. Seit kurzem ploppen dort allerdings auch andere Meldungen auf, die vom Messengerdienst selbst stammen.

In den von WhatsApp mit allen Nutzern geteilten Beiträgen informierte der Dienst zunächst über diese Neuerung. Ab sofort wolle man auf diese Weise über Änderungen und weitere relevante Themen informieren.

WhatsApp greift nach Kritik zu ungewöhnlicher Methode - Nutzer sehen plötzlich Eigenwerbung

Kurz nach dieser ersten Informationen folgte bald darauf ein zweiter Beitrag in den Status-Meldungen. Mit diesem wurde ein heikler Punkt angesprochen - das Thema Privatsphäre. „Was nicht neu ist, das ist unser Einsatz für deine Privatsphäre“, hieß es in der Meldung.

Es folgte schließlich eine Erklärung darüber, welche Daten vom Unternehmen gesammelt werden - und welche nicht. WhatsApp könne etwa keine Beiträge lesen. Diese seien verschlüsselt, erfuhren die Nutzer.

WhatsApp: Zeitpunkt für Eigenwerbung nicht zufällig gewählt - Große Kritik wegen AGB-Änderung

Der Zeitpunkt der „Eigenwerbung“ in den Status-Meldungen der App ist dabei sicherlich nicht zufällig gewählt. Die geplanten Änderungen der WhatsApp-Nutzungsbedingungen führten zu jede Menge Kritik. Die Aussicht, dass nach den Änderungen der AGB vertrauliche Informationen mit Facebook ausgetauscht werden könnten, ließ Millionen Kunden zu Konkurrenten wie Telegram und Signal abwandern.

Ob die neuen Status-Meldungen nun tatsächlich zur Beruhigung der Nutzer beitragen, ist fraglich. Noch dazu gibt es laut der des Smartphone Blogs SmartDroid bereits erste Beschwerden - denn im Gegensatz zu den Beiträgen anderer Kontakte, lässt sich die Eigenwerbung vom Messengerdienst nicht stumm schalten (nema)

Ein bestimmter WhatsApp-Chat sorgte kürzlich aus ganz anderen Gründen für Aufregung - es ging dabei um einen Münchner, der ein Gespräch mit einem Kunden öffentlich machte.

Rubriklistenbild: © Carsten Rehder/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare