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Vorsicht, WhatsApp-Virus! Schadhafte Software klaut Daten

Handy, Virus entdeckt
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WhatsApp-Virus entdeckt. (Symbolbild)

Sicherheitsexperten haben eine schadhafte Software entdeckt. Diese verbreitet sich über WhatsApp.

Tel-Aviv - Bisher betrafen Viren meist Computer-Nutzer. Bestimmt haben auch Sie schon einmal eine E-Mail mit einem Virus im Anhang bekommen. Doch immer öfter kommt es auch zu Schadsoftware auf Smartphones. Schadsoftware, auch Malware genannt, bezeichnet bösartige Programme oder Codes, die Systeme beschädigen. Eine solche Malware wurde nun von Experten von Check Point Research entdeckt.

Die Software verbreitete sich mit Hilfe des Messengers WhatsApp selbst. Die Malware wurde als App im Google-Store als Download für Android-Geräte angeboten. Ihr Name - „FlixOnline“. Die App lockte mit einem angeblich kostenlosen Netflix-Zugang. Doch die App war ein Fake. An Stelle von kostenlosem Streamen erhielten die Nutzer eine Schadsoftware. Diese sollte unter anderem Anmeldedaten und Kreditkarteninformationen ausspähen. Der Virus konnte sich über WhatsApp-Nachrichten von Nutzern verbreiten, so Check Point Research.

WhatsApp: Fake-App lockt Opfer an

Wenn der User die gefälschte App heruntergeladen und der Malware unabsichtlich die entsprechenden Berechtigungen erteilt hatte, konnte die Schadsoftware automatisch auf eingehende WhatsApp-Nachrichten des Opfers antworten. Die Software versendete automatisch den Link, der zu der Fake-App „FlixOnline“ im Play Store führte. So sollten noch mehr Leute die Malware downloaden, erklären die Sicherheitsexperten. Die Schadsoftware leitete die Nutzer auf eine gefälschte Netflix-Webseite um. So sollten Anmeldeinformationen und Kreditkarteninformationen gesammelt werden.

Zwar entfernte Google die App sofort, nachdem sie über die Schadsoftware informiert worden waren. Trotzdem hatten bereits fast 500 Nutzer die Malware herunter geladen gehabt. Dass sich der Virus eigenständig über Whatsapp verbreiten kann, bewerten die IT-Experten der Sicherheitsfirma Checkpoint Reasearch als eine neue und gefährliche Technik.

Dieser Fall mit „FlixOnline“ zeigt, dass WhatsApp-Nutzer vorsichtig sein sollten, welche Links und Anhänge sie über den Messenger-Dienst öffnen. Selbst, wenn sie von Familie und Freunden kommen. Immer öfter wird WhatsApp zur Verbreitung von Malware benutzt. So auch Anfang März, als auf eine ähnliche Schadsoftware hingewiesen wurde, die sich über WhatsApp verbreitet hatte. (jsch)

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