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„Lidl-Lunch“ bei Wimbledon wegen horrender Preise: Zuschauer sparten sich eine Menge Geld

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Von: Yasina Hipp

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Mittagessen von Lidl am Tennis-Court von Wimbledon
Zwei Wimbledon-Besucher gönnen sich am Rande des Tennis-Courts ein Mittagessen von Lidl. © Screenshot/Twitter/PhillipaAshley

Einen Tag in Wimbledon beim Tennis zu verbringen ist schon etwas ganz besonderes. Für den Fall, dass der Magen knurrt, teilen zwei Besucher einen Trick auf Twitter.

London - Der grüne Rasen, die weißen Outfits der Sportler und Sportlerinnen und nicht zuletzt hochklassiges Tennis: das Turnier von Wimbledon gilt nicht zu Unrecht als prestigeträchtigstes der Welt. Da müssen sogar die US Open, French Open und Australian Open hinten anstehen. Derzeit findet das spektakuläre Turnier statt und aus deutscher Sicht sorgten Tatjana Maria und Jule Niemeier bereits für ein echtes Highlight. Für die Besucher kann so ein Tag auf dem Tennisplatz aber auch ganz schön lang werden, für ausreichend Verpflegung muss also gesorgt sein. Dass man dafür keine Unmengen an Geld ausgeben muss, beweist eine Wimbledon-Zuschauerin und postet ihren Lunch der besonderen Art auf Twitter.

Lidl-Lunch: Sandwich, Obst, Riegel und Sekt

Die Zuschauerin veröffentlicht ein Foto von ihrem „Lidl Lunch“ bei Wimbledon. Darauf zu erkennen: eine kleine Sektflasche, ein Plastikbecher und im Hintergrund der berühmte grüne Tennis-Rasen. Zunächst scheint das alles nicht ungewöhnlich, jedoch ist der Sekt keineswegs von den Wimbledon-Veranstaltern sondern aus dem Lebensmittel-Discounter Lidl. Die Urheberin des Posts schreibt dazu nämlich: „Ziemlich zufrieden mit unserem Lidl-Mittagessen in Wimbledon: 6 Pfund für zwei leckere Ploughman‘s-Sandwiches, eine Tüte mit frischem Obst, zwei Fruchtriegel, eine Flasche Wasser plus Tesco-Sekt 12 Pfund auf einem leeren Platz.“ Dahinter setzt sie noch den Hashtag „#lastofthebigspenders“, was ein Ausdruck der Freude über gespartes Geld ist.

Sechs Pfund entsprechen in etwa sieben Euro, 12 Pfund demnach etwa 14 Euro. Für kleines Geld hatte der Wimbledon-Fan plus Begleitung also offenbar ein gelungenes Mittagessen. Der Sekt aus dem Tesco-Supermarkt war wohl das i-Tüpfelchen für das richtige Wimbledon-Feeling. Vor Ort kostet ein Mittagessen einiges mehr. Wie The Drinks Business berichtet kostet ein Wrap etwas mehr als 12 Euro. Ein Pint Bier (etwa 0,5 Liter) sind für 7,50 Euro zu haben. Der Twitter-Kanal Sport Scran postet ein Foto von Hühnchen und Pommes für umgerechnet 12,80 Euro.

Angesichts dieser Preise ist es verständlich, dass die Zuschauerin nicht die Verpflegung vor Ort in Anspruch genommen hat. Das erklärt sie und kann sich einen Seitenhieb in Richtung Wimbledon-Veranstalter nicht verkneifen.

Lidl-Verpflegung besser als das Angebot von Wimbledon

Auf die ungläubige Nachfrage einer Twitter-Userin, liefert die Zuschauerin eine Erklärung: „Ich will damit sagen, dass wir gestern nicht den halben Tag für Essen anstehen wollten. Sie hatten kein Essen mehr und schlossen früh, nachdem das Spiel um 6.30 Uhr auf Platz eins beendet war.“ Das klingt wahrhaftig nicht nach guter Organisation auf dem Turniergelände. An die Veranstalter gerichtet schreibt sie: „Ehrlich gesagt war es ein sehr schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis.“

Mit einem solchen Lunch vom Discounter spart man sicherlich einiges an Geld, auch wenn es eingefleischten Wimbledon-Fans bei diesem Verhalten wahrscheinlich die Haare zu Berge stehen.

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