Winterreifen: Sind Sie sicher unterwegs?

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Das Profil der Winterreifen nimmt viel mehr Schnee und Wasser auf als das der Sommerreifen.

Wenn auf den Straßen Schnee und Matsch liegen, brauchen Sie passende Reifen. Dabei geht es um Ihre Sicherheit: Winterreifen bieten einen besseren Halt auf dem Untergrund – vorausgesetzt, sie sind noch gut in Schuss. Lesen Sie hier, woran Sie erkennen, ob Sie neue Winterreifen kaufen sollten.

Seit Dezember 2010 gilt in Deutschland die Winterreifenpflicht. Nicht die Jahreszeit entscheidet darüber, welche Reifen Sie brauchen, sondern das Wetter. Bei „winterlichen Wetterverhältnissen“ wie Schneematsch oder Glatteis brauchen Sie passende Reifen – egal, ob es im Dezember schneit oder im Mai. Umgekehrt dürfen Sie auch im Januar ohne Winterreifen fahren, solange keine winterlichen Straßenverhältnisse herrschen.

Zu den passenden Reifen zählen nicht nur „echte“ Winterreifen, sondern auch Ganzjahresreifen, wenn sie das sogenannte M+S-Symbol tragen. Welche Reifen erlaubt sind und welche Vorschriften Sie beachten müssen, lesen Sie auf den Internetseiten des Bundesamts für Güterverkehr.

Sicherheit vor Bußgeld

Ein mögliches Bußgeld ist nicht das Hauptproblem, wenn Sie mit ungeeigneten Reifen unterwegs sind. Wichtiger ist Ihre Sicherheit. Sommerreifen verhärten bereits bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, Winterreifen bleiben dagegen weich. Dadurch bieten sie besseren Halt auf dem Untergrund.

Zudem unterscheidet sich das Profil der Winterreifen stark von denen der Sommer-Pneus. Die tiefen Lamellen nehmen viel Matsch, Schnee und Wasser auf und greifen so besonders gut auf winterlichen Fahrbahnen. Außerdem kommt es mit Winterreifen seltener zu Aquaplaning.

Profiltiefe und Alter als Kriterien

Das Gesetz schreibt eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vor. Nach Ansicht von Experten reicht das allerdings nicht aus, um sicher fahren zu können: Der ADAC empfiehlt eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern.

Auch das Alter der Reifen spielt eine Rolle: Mit der Zeit verhärtet sich der Gummi, der Reifen reagiert nicht mehr so elastisch auf Unebenheiten auf der Straße. Laut ADAC lässt die Haftreibung nach spätestens sechs Jahren nach.

Winterreifen kaufen – worauf Sie achten sollten

Sie haben zwei Möglichkeiten:

Neue Winterreifen

Wenn Sie neue Winterreifen kaufen, müssen Sie keine versteckten Schäden fürchten. Der Händler gewährt Ihnen eine Garantie. Lesen Sie Testberichte des ADAC oder renommierter Automagazine. Meist werden Faktoren wie die Kraftstoffeffizienz oder der Bremsweg bei Nässe getestet. Haben Sie sich für bestimmte Reifen entschieden, lohnt sich ein Blick auf ein Internetportal, bei dem Sie den günstigsten Anbieter angezeigt bekommen.

Gebrauchte Winterreifen

Entscheiden Sie sich für gebrauchte Winterreifen, sparen Sie Geld. Allerdings gibt es – zumindest bei einem Privatkauf – keine Garantie. Untersuchen Sie die Reifen deshalb akribisch auf Schäden oder Auffälligkeiten.

Das Alter der Reifen erkennen Sie übrigens an der sogenannten DOT-Nummer (für „Department of Transportation“, eine amerikanische Behörde). Sie ist in jeden Reifen eingepresst. Die Nummer beginnt mit „DOT“ und enthält dann eine Folge von Buchstaben und Zahlen. Die vier letzten Ziffern geben das Alter des Reifens an: Sie benennen die Kalenderwoche und das Jahr, in dem er produziert wurde. Die Nummer 4210 steht zum Beispiel für die Kalenderwoche 42 des Jahres 2010.

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