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Kommentar

Wir müssen reden! Denn der Schiri eines U14-Spiels rief in Todesangst die Polizei  

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Thomas Kaspar ist Chefredakteur der „Ippen Digital Zentralredaktion“ und Chefredakteur von tz.de und Merkur.de. 

Ein Schiedsrichter hat in Uelzen die Polizei gerufen. Er hatte Todesangst. Nach dem Abpfiff eines U14-Spiels in der 2. Kreisklasse schüchterte ihn die Gästemannschaft ein. Ein Kommentar über ein grundsätzliches Problem im Amateursport. 

Jedes Wochenende engagieren sich unzählige Ehrenamtliche, damit Kinder Fußball, Handball, Hockey spielen oder irgend eine andere Sportart ausüben können. Unbezahlte Vereinsverantwortliche planen in ihrer Freizeit die Saison, organisieren Plätze und Hallen. Freiwillige bauen Kaffeestände auf, stellen Kampfgerichte und räumen alles auf. Eine großartige Leistung, ein sehr starker Kitt, der unseren Kindern beibringt, dass es neben Handys und Schulstress auch etwas anderes gibt. Trainer bringen den Kindern für wenig bis kein Geld die Grundlagen der Sportarten bei.

Schiedsrichter sind in diesem System die Seismographen der gesellschaftlichen Veränderung. Überehrgeizige Eltern, der Stress des Berufslebens, welche erwachsene Spannung auch immer entlädt sich auf dem Fußballfeld oder in der Sporthalle der Kinder. Manche „Fans“ verwechseln ein niedrigklassiges Jugendspiel mit den Sportschlachten der Millionen-Gehalts-Gladiatoren in den großen Arenen und glauben, alle Verhaltensweisen seien auch hier erlaubt. Als hinge das Leben der Kinder von diesem einen Sieg ab.

Geht's noch?

Selbst wenn ein minderjähriger Schiri den größten Mist zusammenpfeifen würde: Der schlimmste Schaden ist ein verpfiffenes Spiel am Sonntagnachmittag. So wichtig und schön Siege sind: Trainer und Funktionäre haben eine Vorbildfunktion und müssen diese konsequent ausüben. Sie müssen die Werte ihrer Sportarten lehren und vorleben: Teamgeist, Sportlichkeit, Sieg und Niederlage mit Anstand meistern.

Das Gute: Jeder einzelne kann dazu beitragen. Durch sein Verhalten. Man nennt das auch: Anstand.

Lesen Sie die Details der skandalösen Vorfälle bei dem U14-Spiel in der 2. Kreisklasse zwischen JSG Kirch-/Westerweyhe und Lüneburger SK Hansa II - zusammengefasst von az-online.de*.

Lesen Sie viel beachtete Gastbeiträge zweier Schiedsrichter:

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