Endlich wieder Sommer!

So wird das Wetter bis zum Wochenende

Offenbach - Sommer, Sonne, Hitze - die Hundstage sind da. Pünktlich zum Beginn der traditionell heißen Zeit kletterten am Montag die Temperaturen überall in Deutschland.

Hoch “Xerxes“ treibt sie weiter in die Höhe - am Mittwoch und Donnerstag sollen sie zwischen 26 Grad an den Küsten und 33 Grad an Rhein, Main oder Neiße liegen. Auch am Freitag werde es noch einmal über 30 Grad heiß, sagte Meteorologe Stefan Külzer vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach voraus.

Aber dann schwächelt “Xerxes“, und am Samstag ziehen von Westen wieder Regenwolken auf. “Am Sonntag herrscht überall in Deutschland wieder Schmuddelwetter“, sagte Külzer. Das errechneten alle Computermodelle. Der Wetterwechsel könne sich höchstens noch um einen Tag nach hinten verschieben. Dass er kommt, stehe außer Zweifel: “Da würde ich drauf wetten“, sagte Külzer.

Hitze-Tipps: Finger weg von eiskalten Getränken!

Einen über den Durst trinken. Aber bitte nur Wasser! „An heißen Tagen braucht der Körper mindestens drei Liter Flüssigkeit“, sagt der Münchner Arzt Dr. Nikolaus Frühwein. © dpa
Da der Körper bei Hitze mehr Natrium verbraucht, natriumreiches Mineralwasser trinken und beim Essen eine Extraprise Kochsalz verwenden. © dpa
Finger weg von eiskalten Getränken! Die bewirken eher Magen-Darm-Verstimmungen als Abkühlung. Besser sind lauwarmer Zitronentee oder ungekühlte Schorlen. © dpa
Ein Gläschen Weißwein oder eine Mass Bier sind auch im Hochsommer erlaubt. Aber Vorsicht: „Alkohl verstärkt die Verdunstung. Deshalb nicht tagsüber trinken“, rät Frühwein. Oder gleich auf alkoholfreies Weißbier umsteigen. © dpa
Kochen wie die Südeuropäer: Jetzt sollten leichte Gerichte wie Tomaten mit Mozzarella oder Hähnchenfleisch auf dem Speiseplan stehen. „Ein deftiges Wiener Schnitzel lässt sich bei Hitze nur schwer verdauen“, erklärt Frühwein. © picture alliance / AP Images
Durch ständiges Schwitzen verliert der Körper Mineralien. Gegen nächtliche Krämpfe helfen Magnesiumtabletten. © dpa
Wenn die Hitze doch zuschlägt: „Ein Sprung ins kalte Wasser ist keine gute Idee gegen Schwindelgefühl“, sagt Frühwein. Besser mit einem feuchten Handtuch zudecken. © dpa
Luftige Kleidung tragen © dpa
In kühlen Räumen aufhalten © dpa
Ungewohnte körperliche Anstrengung vermeiden © dpa
Keine pralle Sonne, etwa bei der Arbeit im Garten © dpa
Verlängerte Mittagspause machen, Siesta einplanen © dpa

Nach althergebrachter Regel fallen in die Wochen zwischen dem 23. Juli und 23. August die meisten heißen Tage innerhalb eines Jahres in Mitteleuropa. Benannt sind die Hundstage nach dem Sternbild Großer Hund.

Auch in den Nächten wird es deutlich wärmer. In der Nacht zum Mittwoch sind die Temperaturen überall zweistellig, die Nacht zum Freitag könnte mit Mindestwerten um 20 Grad mancherorts zur Tropennacht werden.

Das aktuelle Wetter

In der Nacht zum Montag hatten vielerorts einstellige Werte geherrscht. Der Wetterdienst Meteomedia registrierte in Bayern und Sachsen sogar leichten Frost. Wärmster Ort war in der Nacht zum Montag die Nordseeinsel Helgoland mit 17 Grad - nach den Worten von DWD-Meteorologen nicht überraschend, denn das entspreche der Temperatur des Nordseewassers.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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