Woran Knut starb – der Todesursache auf der Spur

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Knut ist tot

Berlin - Woran starb Eisbär Knut, der Star des Berlinger Tierparks? Die tz sprach mit dem Bärenkurator des Zoos, Heiner Klös.

Seit Montag Vormittag wird Knuts Leichnam obduziert. Der Star des Berliner Tierparks war am Samstagnachmittag vor den Augen entsetzter Zuschauer zusammengezuckt, ins Wasser gestürzt und gestorben. Anzeichen einer Vorerkrankung gab es nicht.

Nun sieht sich der Zoo, allen voran Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz, Vorwürfen von Tierschützern ausgesetzt, Knuts Tod habe mit nicht artgerechter Haltung zu tun. Dies wird ausdrücklich zurückgewiesen.

Die tz sprach mit dem Bärenkurator des Zoos, Heiner Klös:

Was passiert gerade mit Knut?

Bärenkurator Heiner Klös: Er liegt in einem pathologischen Institut der Freien Universität in Berlin-Düppel auf dem Seziertisch. Mehr will ich dazu nicht sagen. Wenn uns ein Ergebnis vorliegt, werden wir die Öffentlichkeit informieren.

Trauern Knuts Mutter Tosca und die zwei Tanten um den toten Verwandten?

Klös: Nein, es geht ihnen hervorragend. Eisbären trauern nicht. Das Einzige, was die drei Eisbärendamen bedauern, ist, dass sie jetzt in einem kleineren Gehege untergeracht sind. Aber ansonsten sind sie quietschfidel und zeigen keine Anzeichen von Krankheit.

Tierschützer vermuten, Knut starb an Stress, weil er von den Eisbärinnen gemobbt wurde …

Klös: Welcher Mann lässt sich denn mobben? Spaß beiseite, das ist völliger Quatsch. Und ein Tierrechtler ist noch lange kein Experte.

Wie schaut es derzeit in dem Todesgehege aus?

Klös: Das Wasser ist abgelassen. Wir versuchen, die Fläche zu säubern, um Keime auszuschließen.

Wie gedenkt der Tierpark Berlin seines toten Superstars? Wird man Knut ausstopfen?

Klös: Wir haben ein Gedenkbuch auf unserer Website eingerichtet, es gibt ein weiteres am Eingang des Zoos. Alles andere steht noch in den Sternen. Das Wichtigste ist die genaue Sektion, deshalb wird nicht besonders herumgeschnitten, etwa damit Knuts Fell nicht verschmutzt oder zerstört wird. Die Todesursache herauszufinden, ist jetzt das Wichtigste für die noch lebenden Tiere.

tz

Trauer um Knut: Bilder aus seinem Leben

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