New Yorker Brandopfer nach 100 Jahren identifiziert

New York - Genau 100 Jahre nach ihrem Tod sind die letzten Opfer eines gewaltigen Großbrandes in New York identifiziert worden.

Nach vierjähriger Recherche sei es einem Hobbyhistoriker gelungen, die fünf Frauen und einen Mann klar zuzuordnen, meldete die “New York Times“ am Montag. Die sechs hätten dazu nicht exhumiert werden müssen, um Gebisse oder DNA-Sequenzen zu vergleichen. Die Identifizierung sei allein durch den Abgleich von Listen, Zeitungsartikeln, Friedhofspapieren und persönlichen Unterlagen gelungen.

Bei dem Großbrand waren am 25. März 1911 in einer Textilfabrik 146 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten von ihnen waren Einwanderer, die als Näherinnen ein karges Auskommen hatten. Viele Opfer waren so verbrannt, dass sie nur mit Mühe identifiziert werden konnten. Die übrigen sechs, die erst jetzt zugeordnet werden konnten, waren in einem anonymen Grab beigesetzt worden.

Nach dem Feuer hatte es Proteste und Demonstrationen der Gewerkschaften gegeben. Das Unglück führte nicht nur zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, sondern war auch Auslöser mehrerer entscheidender Gesetze zum Brandschutz, die noch heute gelten.

dpa

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