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„Ist unser Leben nur ein Foto wert?“ Reiseblogger stürzen im Yosemite Nationalpark in den Tod

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Von: Melissa Ludstock

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Der Yosemite Nationalpark in Kalifornien: Hier ist ein Paar von einer Klippe in den Tod gestürzt.
Der Yosemite Nationalpark in Kalifornien: Hier ist ein Paar von einer Klippe in den Tod gestürzt. © dpa / Amanda Lee Myers

Vishnu Viswanath und Meenakshi Moorthy ließen die Welt auf Instagram an ihren Reisen teilhaben. Doch nun verunglückten die beiden auf tragische Weise im Yosemite Nationalpark in den USA.

Yosemite Nationalpark - Mit dem Cabrio durch das Monument Valley fahren, tanzend inmitten einer weißen Sandwüste oder den Blick von grünen Klippen auf das Meer genießen: Vishnu Viswanath und Meenakshi Moorthy teilen ihre Reiseabenteur auf Instagram. Passend dazu heißt der Blog der beiden „holidayandhappilyeverafter“. Doch die Jagd nach dem perfekten Bild wurden den beiden nun vielleicht zum Verhängnis. 

Yosemite Nationalpark: Paar stürzt 240 Meter von Klippe in den Tod

Vishnu Viswanath und Meenakshi Moorthy stürzten im Yosemite Nationalpark in Kalifornien von dem bekannten Aussichtspunkt „Taft Point“ in die Tiefe - rund 240 Meter. Besucher entdeckten die Körper des Paares. Erst im Sommer tobten im Nationalpark Yosemite noch Waldbrände. Das Gelände rund um den Aussichtspunkt ist steil, wie People berichtet. Dafür bekomme man einen guten Blick und kann dafür sogar bis zum Rand der Klippe gehen. Allerdings sind dort nur einige Stellen mit einem Zaun gesichert, berichtet die dpa. Dennoch ist „Taft Point“ laut People für Touristen ein beliebter Ort, um das perfekte Foto zu bekommen.

Paar veröffentlicht Bild auf Instagram: „Ist unser Leben nur ein Foto wert?“

Der 29-Jährige und seine 30 Jahre alte Frau stammen aus Indien, lebten und arbeiteten in den USA, wie People berichtet. Auf Instagram veröffentlichten sie immer wieder Bilder, die an Klippen entstanden sind. So gibt es mehrere Bilder, die Meenakshi im Grand Canyon zeigen. Auf einem Bild trägt die 30-Jährige einen Pulli, auf dem „Sunset Chaser“ (zu dt. „Sonnuntergangsjägerin“) zu lesen ist. Dazu frägt sie: „Ist unser Leben nur ein Foto wert?“. 

Sie spielt damit darauf an, wie gefährlich es sein kann, gerade an Klippen Fotos zu machen. Schon Windböen könnten fatal sein, ist unter dem Bild zu lesen. Wie es zu dem tragischen Unglück im Yosemite Nationalpark kommen konnte, ist noch nicht klar. Die Ermittlungen dauern an. 

Erst im September stürzte eine 18-Jährige aus Israel im Nationalpark in den Tod. Medienberichteten zufolge geschah der Unfall beim Fotografien. Immer wieder kommt es zu ähnlichen Unfällen, wenn Menschen versuchen, ein Selfie von sich zu knipsen. So stürzte ein Paar in Portugal an der Küste in die Tiefe. Meldungen über waghalsige Orte für Fotos gibt es immer wieder - zwei Mädchen kletterten dafür sogar auf einen Oberleitungsmasten

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mlu

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