Eines wird Münchner schocken

US-YouTuberin: Was mich in Deutschland stört - Eine Aussage dürfte Münchner schocken

Auf Englisch erzählt Katie Horan, was ihr an Deutschland gefällt - und was nicht.
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Auf Englisch erzählt Katie Horan, was ihr an Deutschland gefällt - und was nicht.

Kulturschock in Deutschland: Die US-YouTuberin Katie Horan erzählt in ihren Videos, was ihr in Deutschland gefällt - und was sie verwundert. 

  • Die US-Amerikanerin Katie Horan betreibt einen erfolgreichen YouTube-Kanal.
  • Ein Thema in ihren Videos: der Kulturschock, den sie als Amerikanerin in Deutschland erlebt. 
  • Derzeit lebt sie zusammen mit ihrem Freund in Bonn.

Bonn - Mit ihren Videos erreicht sie Hunderttausende: Die US-Amerikanerin Katie Horan plaudert auf YouTube darüber, was ihr in Deutschland gefällt, was sie irritiert oder gar stört. Ein Punkt dürfte Münchnern und eingefleischten Bayern gar nicht gefallen. 

Horan studierte an der University of Alabama und ist derzeit als Praktikantin in Bonn, außerdem hat sie sich in einen Deutschen verliebt. Sie hat das Land also schon recht gut kennengelernt. Aus dieser Perspektive versucht sie, ihren Landsleuten auf Englisch über YouTube näher zu bringen, was ihr an Deutschland gefällt - aber auch, was anders ist als in den Staaten und sie immer noch verwirrt. In einem Video spricht sie sogar von „Kulturschocks“

US-Amerikanerin irritiert über die Hektik an deutschen Supermarkt-Kassen

Verwundert habe sie etwa, dass Supermärkte in Deutschland viel kleiner seien und alle Geschäfte an Sonntagen zu sind. Richtig geschockt habe sie aber, was an der Kasse abläuft. Das Tempo der Kassiererinnen stresse sie regelrecht, vor allem bei Großeinkäufen, wenn eine lange Schlange hinter ihr steht. Schließlich gibt es in Deutschland - anders als in den USA - niemanden, der die Einkaufstaschen für einen füllt. „Es ist wirklich eine Drucksituation“, meint Horan. Vor allem, wenn es keine richtige Abtrennung am Ende des Laufbandes gibt und schon die Waren des nächsten Kunden eingescannt werden. „Ich muss die Dinge einfach nur in meine Tasche bekommen und rennen“, sagt sie amüsiert. „Wenn man einen Großeinkauf für eine Woche macht, ist das wirklich eine Herausforderung!“ 

Ein Umstand, den viele US-Amerikaner an Deutschland stört, nennt sie auch: Die öffentlichen Toiletten sind hier meist nicht kostenfrei. Oft muss man zwischen 50 Cent bis einen Euro zahlen, um sie benutzen zu dürfen. Doch Katie Horan hat die Vorteile erkannt: In der Regel seien die Toiletten dafür „sauberer und schöner“. 

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Abschätziger Blick der Bedienung: US-Amerikanerin ärgert sich über Reaktion in deutschen Lokalen

Was sie dagegen immer noch richtig stört: Man kann nicht unproblematisch Leitungswasser in Restaurants bestellen. Manche Lokale würden dafür sogar einen Preis verlangen, was „verrückt“ sei. Manchmal werde sie von Bedienungen richtig abschätzig angeschaut, wenn sie nach Leitungswasser frage. Sie kann das einfach nicht nachvollziehen, zumal das deutsche Leitungswasser sehr rein sei.

Was ihr dagegen sehr an Deutschland gefällt: wie modebewusst die Studenten hierzulande seien. Ihr falle jedesmal auf, wie gestylt und ordentlich angezogen die Studenten hier in die Uni gehen, in den USA dagegen könnte - überspitzt gesagt - man sogar im Pyjama in die Vorlesungen, und niemand würde sich darüber wundern. 

YouTuberin nennt Gründe, warum das Leben in den Deutschland besser ist als in den USA

In einem ganz neuen Video klärt Horan darüber auf, welche zehn Dinge das Leben in Deutschland besser machen als in den USA. Neben Punkten wie einer guten Verkehrsinfrastruktur (sie lobt die Deutsche Bahn überschwänglich!), dem Gesundheitswesen, dem Essen (Wiener Schnitzel, Fleischwurst, Bratwurst - und ganz besonders Döner), der Natur und den geringen Studiengebühren, schwärmt sie auch von der Frühstückskultur in Deutschland. Sie habe in vielen Lokalen und Cafés schon gut gefrühstückt. 

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Heftiger Oktoberfest-Vergleich: US-YouTuberin verspielt Sympathien in München

Mit einem Punkt könnte sie aber in Bayern einige Sympathien verspielt haben: Im Rheinland hat Katie Horan den Karneval kennengelernt - und sich in diese fünfte Jahreszeit verliebt. Dann fällt dieser Satz: „Ich würde auch sehr gerne mal zum Oktoberfest, um das mit dem Karneval zu vergleichen!“ Dann ruft sie auch noch ihre YouTube-Follower dazu auf, ihr Meinungen zu schicken: „Lasst mich wissen, was ihr bevorzugt: Mögt ihr lieber das Oktoberfest oder den Karneval?“, fragt sie als wäre das närrische Treiben mit dem bayerischen Volksfest in einem Atemzug zu nennen. Aber um fair zu bleiben: Dirndl und Lederhose ist für Amerikaner halt auch nur eine Verkleidung. 

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