Zahl der Schulanfänger geht weiter zurück

Wiesbaden - Die Zahl der Schulangänger geht weiter zurück. Zu Beginn dieses Schuljahres wurden in Deutschland 716.900 Kinder eingeschult. Das waren 1,3 Prozent weniger als im vergangenen Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Während in den neuen Ländern einschließlich Berlin die Zahl der Einschulungen um 2,0 Prozent gestiegen ist, nahm sie im früheren Bundesgebiet um 2,0 Prozent ab. Den stärksten Anstieg gab es in Sachsen mit 4,8 Prozent, den deutlichsten Rückgang in Bayern mit minus 4,3 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2000 nahm die Zahl der Schulanfänger nach Angaben der Statistiker bundesweit um 11,6 Prozent ab.

Hintergrund hierfür sind demografische Entwicklungen: Ende 1999 lag die Zahl der Fünf- bis Sechsjährigen bei 782.800, 2009 bei nur noch 707.700. Während die Zahl der Kinder im Einschulungsalter im früheren Bundesgebiet in diesen zehn Jahren um 14,8 Prozent gesunken ist, stieg sie in den neuen Bundesländern einschließlich Berlin um 25,5 Prozent. Die Folge: 2010 wurden im früheren Bundesgebiet 16,4 Prozent weniger ABC-Schützen eingeschult als im Jahr 2000, in den neuen Bundesländern einschließlich Berlin 20,5 Prozent mehr.

dapd

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