Zigarren – Freude der Götter

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Das Rauchen von Zigarren ist ein langwieriges Ritual. Vom Anschneiden bis zum Inhalieren folgt es genauen Regeln.

Gewitter entstehen dann, wenn die griechischen Götter Zigarren rauchen – das besagt eine Legende. Auch wenn das vielleicht nicht ganz der Wahrheit entspricht, zeigt es, wie viel Mythisches im Ritual des Zigarrenrauchens steckt. Bis heute wird es ausführlich und nach genauen Regeln zelebriert.

Göttlicher Funke

Eine alte Legende überliefert, dass selbst die alten Götter im Olymp dem Duft der Zigarren nicht widerstehen konnten. Sie waren so hingerissen von dem Rauchgenuss, dass sie sich einen Vorrat sicherten und ihn nach und nach rauchen. Das hat – glaubt man der Sage – bis heute Auswirkungen: Wenn es blitzt und donnert, dann schlägt einer der Götter Funken, um sich eine Zigarre anzuzünden.

Zigarren brauchen Zeit

Tatsächlich ist der Genuss von Zigarren ein Ritual, das man am besten in Ruhe genießen sollte. Vom Pflücken und Rollen der Blätter bis hin zum Rauchen braucht eine gute Zigarre vor allem Zeit.

Die Tabakpflanze wächst zwar mittlerweile überall auf der Welt, sogar in Deutschland. Herausragende Qualitäten brauchen aber vor allem Sonne, mildes Klima und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Nicht umsonst gelten kubanische Zigarren als die besten der Welt.

Schon bei der Ernte wird darauf geachtet, für gute Zigarren nur einwandfreie Blätter zu sammeln. Blätter, die keine einheitliche Färbung aufweisen, werden zu sogenannten Fehlfarben verarbeitet. Nachdem sie geerntet und sortiert sind, werden die Blätter zum Trocknen aufgespannt und später in großen Haufen gestapelt. Die Wärme, die in dem Stapel entsteht, setzt die Fermentation in Gang. Verschiedene chemische Prozesse setzen unter anderem die ätherischen Öle frei, die später den charakteristischen Geschmack der einzelnen Sorten prägen. Erst wenn dieser Prozess nach mehreren Monaten abgeschlossen ist, wird mit der Verarbeitung begonnen.

Kunstvolle Falten

Gute Zigarren werden mit der Hand gerollt. Die Zusammensetzung der verschiedenen Tabaksorten ist das Geheimnis des jeweiligen Herstellers. Dabei besteht die besondere Kunstfertigkeit darin, die großen Blätter so zu falten, dass im Inneren kleine Kanäle entstehen. Durch diese zieht später der Rauch. Diese Arbeit hat ihren Preis: Gute Zigarren kosten schon mal 100 Euro pro Stück – oder mehr.

Auch der Rauchgenuss selbst erfordert Zeit. Bevor die Zigarre mit dem Feuer in Berührung kommt, muss sie vorbereitet werden. Je nach Sorte wird die Zigarre angeschnitten, abgeschnitten, eingekerbt oder angebohrt. Das nötige Werkzeug dafür hat jeder gute Zigarrenhändler. Auch im Internet findet man Zubehör und hochwertige Accessoires, zum Beispiel bei noblego.de.

Anzünden: am besten mit dem Holzspan

Um eine Zigarre anzuzünden, sollte man auf keinen Fall zu einem schwefelhaltigen Streichholz greifen. Davon wird der Geschmack beeinträchtigt – ebenso wie von Benzinfeuerzeugen oder von Kerzen. Besser ist ein Gasfeuerzeug oder ein Holzspan. Die Zigarre wird vorsichtig über der Flamme gedreht. Kenner nennen das „toasten“. Erst wenn sich ein kleiner Aschering gebildet hat, wird der erste Zug genommen.

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