Rätsel im Tierpark

Deutscher Zoo klagt über mysteriöses Affen-Sterben: Erste Erkenntnisse nach der pathologischen Untersuchung

Das Schwarzschwanz-Seidenaffen-Weibchen „Serra“ trägt seinen Nachwuchs auf dem Rücken. Am 26. Dezember wurde das Jungtier dieser nur selten gehaltenen Affenart im Duisburger Zoo geboren.
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Das Schwarzschwanz-Seidenaffen-Weibchen „Serra“ trägt seinen Nachwuchs auf dem Rücken. Am 26. Dezember wurde das Jungtier dieser nur selten gehaltenen Affenart im Duisburger Zoo geboren.

Im Duisburger Zoo ist eine Affen-Art auf mysteriöse Weise umgekommen. Nun hat die Pathologie erste Erkenntnisse gewonnen.

Update vom 21. März, 2021: Es gibt eine neue Erkenntnis zum mysteriösen Affen-Sterben der Seidenaffen im Zoo Duisburg. Wie der Zoo auf der eigenen Seite in Facebook mitteilt, handelt es sich um Organversagen.

Das Statement im Wortlaut: „Die pathologische Untersuchung der Seidenaffen hat Veränderungen von Leber, Niere und Milz ergeben, die zu einem Organversagen geführt haben. Dass dabei vier Tiere innerhalb weniger Tage versterben ist ein besonders bedauerliches Ereignis. Eine Infektion mit dem Coronavirus konnte ausgeschlossen werden. Die Lunge wies bei der Untersuchung keine entsprechenden Veränderungen auf“.

Deutscher Zoo klagt über mysteriöses Affen-Sterben

Erstmeldung vom 14. März 2021: Duisburg - Eine traurige Nachricht für alle Zoo-Gänger in Deutschland, speziell für die in Nordrhein-Westfalen. Ein mysteriöses Affen-Sterben gibt es im Duisburger Zoo. Und der Tierpark ist entsetzt, denn niemand weiß, warum die beliebten Seidenaffen der Reihe nach wegsterben. Und das ganz „ohne vorherige Symptome“, wie der Duisburger Zoo auf der Facebookseite verkündet.

Zoo: In Duisburg sterben Affen auf mysteriöse Art

Der Zoo schreibt: „Der Verlust wiegt schwer, nicht nur für uns als Zoo, sondern insbesondere für die betreuende Tierpfleger und auch für die Art selbst.“ Die besonderen „Schwarzschwanz-Seidenaffen werden innerhalb Europas nur sehr selten gehalten“, gibt der Tierpark an.

Die Schwarzschwanz-Seidenaffen haben ihren Namen daher, dass der schwarze Schwanz sogar bis zu ungefähr zehn Zentimeter länger ist als das Tier selbst. Eigentlich sind die Baumbewohner in Südamerika daheim (Bolivien und Paraguay).

Trotzdem bleibt das Rätsel der plötzlichen Tode der Primaten ein großes. „Wieso wir die Tiere ohne vorherige Symptome velroren haben, wissen wir derzeit nicht. Wir hoffen hier auf Klärung seitens der Pathologie“.

Zoo-Besucher vom Tod der Affen entsetzt - „Wie schrecklich“

Ganz ohne Affen müssen die Zoobesucher aber nicht auskommen. Trotz des schrecklichen Verlustes werden weiterhin „Goldene Löwenäffchen oder Sumpfspringaffen“ zu sehen sein. Die Leute sind entsetzt vom Ableben der Tiere. „Furchtbar“ oder „Es tut mir sehr leid“, ist in der Kommentarspalte zu lesen. „Das ist schrecklich“, schreibt eine Frau. Alle hoffen, dass die Ursache schnellstmöglich gefunden wird.

Auch die Zoos haben unter der Corona-Pandemie zu leiden. Der Tierpark Hellabrunn in München hat erst Anfang März wieder seine Pforten nach 18-wöchiger Abstinenz geöffnet. Natürlich unter Einschränkungen, aber immerhin ein erster Schritt. Und prompt waren sogar gleich zwei Prominente zu Gast.

Für eine gute Tier-Nachricht sorgen die etwa 400 Millionen Jahre alte Feenkrebse in Südbaden. Eine Junge aus Israel machte bei einem Familienausflug eine besondere Entdeckung. (ank)

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