Lok kracht im Hauptbahnhof in stehenden Nachtzug

Mehr als 50 Verletzte bei Zugunglück in Salzburg - Passagiere im Schlaf überrascht

Am Hauptbahnhof von Salzburg hat es am Freitagmorgen ein Zugunglück gegeben. Zwei Personenzüge sind im Bahnsteigbereich miteinander kollidiert, es gibt zahlreiche Verletzte.

  • Um kurz vor 6.00 Uhr kollidierten am Freitag zwei Züge am Hauptbahnhof Salzburg
  • Eine Lok soll bei einem Ankopplungsversuch in einen stehenden Nachtzug gekracht sein
  • Insgesamt 54 Menschen sind leicht verletzt worden
  • keine Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Deutschland

11.20 Uhr: Mittlerweile ist bekannt, dass es bei dem Zusammenprall eine Schwerverletzte gegeben hat. Eine Frau musste nach Rippenbrüchen und einem Milzriss operiert werden, teilte ein Arzt des Unfallkrankenhauses Salzburg mit.

10.35 Uhr:  In einer Pressemitteilung hat sich Professor Dr. Jürgen Köhler, Ärztlicher Direktor am Uniklinikum Salzburg, an die Öffentlichkeit gewandt. "Wir haben am Freitag an der Traumatologie am Uniklinikum Salzburg 25 Patienten des Zugunfalls vom Hauptbahnhof behandelt. Darunter waren zum Glück keine Schwerverletzten. Hauptsächlich mussten Kopfverletzungen mit Platzwunden, verschiedene Prellungen und eine Sprunggelenksverletzung versorgt werden.“

10.10 Uhr:

Insgesamt 54 Menschen in beiden Zugteilen seien durch den Zusammenstoß leicht verletzt worden, führte der ÖBB-Sprecher aus. Die Verletzungen seien ersten Erkenntnissen zufolge hauptsächlich durch herunterfallende Gegenstände verursacht worden. Die Verletzten seien vom Roten Kreuz versorgt und in umliegende Krankenhäuser gebracht worden.

In den insgesamt 13 Schlaf- und Liegewagen sowie Sitzwaggons befanden sich nach Angaben von APA rund 240 Fahrgäste.

9.40 Uhr: Die ÖBB hat sich mittlerweile auch auf Facebook zu dem Unglück geäußert und spricht ihr Bedauern aus. Laut dem Post laufe bereits die Ursachenforschung. Außerdem bedankt sich die ÖBB bei den Einsatzkräften und berichtete, dass es sich bei den Verletzungen einiger Passagiere durchgehend um solche der leichteren Art handelt.

9.10 Uhr:

Mittlerweile haben das Landeskriminalamt sowie die Zugunfallkommission des Verkehrsministeriumsdie Ermittlungen aufgenommen. Dabei soll geklärt werden, ob ein Defekt oder menschliches Versagen ursächlich für das Unglück waren. Das bestätigte ein Polizeisprecher gegenüber der Austria Presse Agentur (APA).

Die Fahrgäste, die unverletzt geblieben sind wurden bzw. werden auf andere Züge umgeleitet. Laut ÖBB gab es im morgendlichen Berufsverkehr kaum Beeinträchtigungen für die Pendler.

8.30 Uhr: Mit rund 25 km/h soll der Venediger Zug auf den Züricher geprallt sein. Beim Österreichischen Rundfunk (ORF) äußerte sich Susanne Fried, die Schaffnerin des aus Zürich kommenden Zuges: „Die Leute sind schockiert. Viele sind von herunterfallenden Sachen verletzt worden. Gott sei Dank wurde aber niemand schwer verletzt.“

8.15 Uhr: Reinhold Ortler, Branddirektor der Stadt Salzburg, gab ein Statement zum Unglück ab. „Ein Großaufgebot an Rettungskräften war nötig, um die große Anzahl der Verletzten zu versorgen und in die umliegenden Krankenhäuser zu bringen“, sagte er. Die Rettungsaktion aus einer Bord-Toilette (siehe 7.34 Uhr) bestätigte er. Das komplette Interview im Video von rosenheim24.de* sehen Sie oben.

7.53 Uhr: Mittlerweile gibt es weitere Details zum Unfallhergang. Wie rosenheim24.de* unter Berufung auf Aktivnews berichtet, soll das Unglück bei einem Ankopplungsversuch geschehen sein. Sieben Waggons des Zuges Venedig - Wien sollten demnach an den Nachtzug aus Zürich, der ebenfalls nach Wien unterwegs war, angekoppelt werden sollten. Dies geschah allerdings mit zu hohem Tempo.

Zugunglück im Salzburger Hauptbahnhof - Bilder vom Unfallort

Am Salzburger Hauptbahnhof kollidierten am Freitag zwei Züge - die Bilder vom Unfallort.
Am Salzburger Hauptbahnhof kollidierten am Freitag zwei Züge - die Bilder vom Unfallort. © dpa / Wolfgang Moser, Fmt
Am Salzburger Hauptbahnhof kollidierten am Freitag zwei Züge - die Bilder vom Unfallort.
Am Salzburger Hauptbahnhof kollidierten am Freitag zwei Züge - die Bilder vom Unfallort. © dpa / Wolfgang Moser, Fmt
Am Salzburger Hauptbahnhof kollidierten am Freitag zwei Züge - die Bilder vom Unfallort.
Am Salzburger Hauptbahnhof kollidierten am Freitag zwei Züge - die Bilder vom Unfallort. © dpa / Wolfgang Moser, Fmt
Am Salzburger Hauptbahnhof kollidierten am Freitag zwei Züge - die Bilder vom Unfallort.
Am Salzburger Hauptbahnhof kollidierten am Freitag zwei Züge - die Bilder vom Unfallort. © dpa / Wolfgang Moser, Fmt
Am Salzburger Hauptbahnhof kollidierten am Freitag zwei Züge - die Bilder vom Unfallort.
Am Salzburger Hauptbahnhof kollidierten am Freitag zwei Züge - die Bilder vom Unfallort. © dpa / Wolfgang Moser, Fmt
Am Salzburger Hauptbahnhof kollidierten am Freitag zwei Züge - die Bilder vom Unfallort.
Am Salzburger Hauptbahnhof kollidierten am Freitag zwei Züge - die Bilder vom Unfallort. © Hans Schrama auf Twitter
Am Salzburger Hauptbahnhof kollidierten am Freitag zwei Züge - die Bilder vom Unfallort.
Am Salzburger Hauptbahnhof kollidierten am Freitag zwei Züge - die Bilder vom Unfallort. © dpa / Wolfgang Moser, Fmt
Am Salzburger Hauptbahnhof kollidierten am Freitag zwei Züge - die Bilder vom Unfallort.
Am Salzburger Hauptbahnhof kollidierten am Freitag zwei Züge - die Bilder vom Unfallort. © dpa / Wolfgang Moser, Fmt

7.49 Uhr: Die vermutete Verletztenzahl wird leicht nach unten korrigiert,. Betroffen seien 35 bis 40 Menschen, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf Bahn- und Polizeisprecher. Wie es zu dem Zusammenstoß kam, ist bislang unklar. Auf den Zugverkehr von und nach Deutschland hatte der Unfall keine Auswirkungen, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn der Nachrichtenagentur AFP sagte.

7.34 Uhr: Die News-Agentur Aktivnews berichtet, dass die meisten Passagiere in dem Nachtzug von dem Unfall im Schlaf überrascht worden seien. Eine Person soll sogar von Rettungskräften aus einer deformierten Bord-Toilette befreit werden müssen, heißt es.

Ein Passant schoss dieses Foto vom Unfallort. Es zeigt die beiden Zugteile, einer von beiden ist schwer beschädigt.

6.30 Uhr: Bei einem Zugunglück am Hauptbahnhof von Salzburg sind am Freitagmorgen nach Medienberichten Dutzende Menschen verletzt worden. Betroffen seien 35 bis 40 Menschen, Schwerverletzte gebe es aber nicht, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf Bahn- und Polizeisprecher.

Nach Informationen der Salzburger Nachrichten soll es sich bei einem der Züge um den „Railjet“ von Zürich nach Wien Hauptbahnhof handeln. Da dieser voll besetzt gewesen sei, ist die Zahl der Verletzten entsprechend hoch. Wie es hieß, war ein Triebwagen auf den „Railjet“ aufgefahren. Das Rote Kreuz ist mit einem Großaufgebot am Einsatzort.

Nähere Angaben zu dem Zwischenfall, der sich kurz vor 06.00 Uhr MESZ ereignete, lagen zunächst nicht vor.

fw mit dpa

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Rubriklistenbild: © Hans Schrama auf Twitter

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