Zugunglück: TGV fuhr zu schnell und bremste zu spät

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Hochgeschwindigkeitszug TGV mit 243 km/h statt der maximal erlaubten 176 km/h, als er entgleiste. Foto: Frederick Florin

Paris (dpa) - Das schwere Zugunglück im Elsass am vergangenen Samstag ist wohl durch zu hohe Geschwindigkeit und zu spätes Bremsen ausgelöst worden.

Wie das französische Bahnunternehmen SNCF mitteilte, fuhr der Hochgeschwindigkeitszug TGV mit 243 km/h statt der maximal erlaubten 176 km/h, als er entgleiste. Zwei Triebwagen und sechs Waggons stürzten daraufhin von einer Brücke in den Rhein-Marne-Kanal.

Das Unglück ereignete sich während einer Testfahrt in der Nähe von Eckwersheim. Laut Angaben der SNCF kamen elf Menschen ums Leben, 42 wurden verletzt. Während der Fahrt befanden sich auch Kinder an Bord. Die Minderjährigen mitzunehmen, sei "leichtsinnig" gewesen, teilte die SNCF mit.

Derzeit werde noch geklärt, warum sich zum Zeitpunkt des Unfalls sieben statt der erlaubten vier Personen in der Fahrerkabine befanden, hieß es weiter. Bis zum Abschluss der Untersuchungen würden alle Probefahrten mit Hochgeschwindigkeitszügen ausgesetzt. Die Zugkatastrophe war der schwerste Unfall mit einem TGV, seit die Schnellzüge 1981 ihren Dienst aufnahmen.

PK des SNCF zum Unfallhergang

Erster Untersuchungsbericht des SNCF

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