Wie Dirk Ippen sein Unternehmen formte 

Zum 80. Geburtstag von Dr. Dirk Ippen: Söder, Reiter und Ude gratulieren unserem Verleger

Merkur-Verleger Dr. Dirk Ippen wird heute 80 Jahre alt.
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Merkur-Verleger Dr. Dirk Ippen wird heute 80 Jahre alt.

Der Verleger Dr. Dirk Ippen feiert heute seinen 80. Geburtstag. Lesen Sie, wie er sein Unternehmen, zu dem machte, was es heute ist - und was Weggefährten über ihn zu sagen haben.

  • Der Verleger Dr. Dirk Ippen wird heute 80 Jahre alt.
  • Über 50 Jahre hinweg formte er sein Unternehmen zu dem, was es heute ist.
  • Seine Weggefährten gratulieren ihm.

München - Von Fehmarn über Hamm und Frankfurt bis in den Chiemgau, quer durch Deutschland reicht das Zeitungsimperium, das unser Verleger Dr. Dirk Ippen in über 50 Jahren mit kluger Strategie und Fokus auf das Lokale aufgebaut hat–es ist das viertgrößte im Land. Mehr als 850.000 Zeitungen werden täglich gedruckt, dazu kommen Anzeigenblätter in Millionenauflage, Beteiligungen an Radiostationen, Telefonbuchverlage und rund 60 Online-Portale. Vor allem aber ist der promovierte Jurist ein Mensch. Ein sehr nahbarer, der sich für die Ansichten eines Zeitungsausträgers genauso interessiert wie für die eines Politikers. Ippen ist ein Philanthrop und Schöngeist, der Gedichtbände herausgibt, die Künste großzügig fördert, Bedürftigen unauffällig hilft und sein Handeln im historischen Kontext immer wieder überprüft. 

Sein erstes Geschäft baute Dr. Dirk Ippen als Achtjähriger auf – noch vor der Währungsreform. Auf einem kleinen Stück Land des großzügigen Vermieters seiner Eltern kultivierte er Tabak, den er auf dem Dachboden trocknete, in Tütchen aus Zeitungspapier abfüllte und verkaufte.

Zum 80. Geburtstag von Dr. Dirk Ippen: Die lokale Nachricht zum Geschäftsbetrieb machen

Seine erste Firma war ein Großhandel für Drogerieartikel, der ihn lehrte: Nichts läuft von selbst. Und: Kleine Unternehmen machen genauso viel Arbeit wie große. Seine erste Zeitung war der Westfälische Anzeiger in Hamm. An dem Verlag samt Druckerei war sein Vater Rolf Ippen (†1968) beteiligt, und von hier aus baute der Sohn sein Reich aus, indem er sich bei anderen Lokalzeitungen beteiligte bzw. sie aufkaufte. Vor allem aber machte Ippen jr. die lokale Nachricht zum Geschäftsprinzip – das Örtliche im Zentrum, die Welt am Rande.

So machte er Auflage, und mit den Erlösen expandierte Ippen im ganzen Land–ohne jemals dafür einen Kredit aufgenommen zu haben. Sein Motto: Teile und wachse. Also, andere mit ins Boot nehmen und so Know-how und Mitstreiter gewinnen. Das war und ist sein Erfolgsgeheimnis. Teilen – das tut Ippen auch gern in steuerlicher Hinsicht: Er ist einer der Exoten, der bereitwillig Steuern zahlt, an der Höhe seinen Erfolg bemisst und seine Verantwortung für die Gesellschaft wahrnimmt.

Zum 80. Geburtstag von Dr. Dirk Ippen: Noch immer dankbar für jeden kontroversen Impuls

Abenteuerliche Steuerschlupflöcher lehnt der eigentlich Wirtschaftsliberale rundweg ab. Und so wie ein funktionierendes Staatswesen auf Gemeinsinn angewiesen ist, ist für den Verleger auch eine Zeitung ein Solidarsystem im Kleinen, in der sich jeder wiederfinden soll. Um den Leser kennenzulernen, ging Ippen sogar schon selbst auf Werbetour und verkaufte Abos an Haustüren. Im Gespräch wollte er die Wünsche seiner potenziellen Kundschaft erkunden.

Überhaupt: Dirk Ippen pflegt auch gern die Auseinandersetzung mit offenem Ausgang – ja, er liebt sie. Kein Leser ist ihm lästig,der zu seiner wöchentlichen Kolumne Wie ich es sehe Stellung nimmt; kein Mitarbeiter, der widerspricht. Ippen ist dankbar für jeden kontroversen Impuls. Auch dies einer seiner Leitsätze: Lerne von Mitarbeitern aller Ebenen; sei ein guter Zuhörer und Beobachter und bezweifle das, was überall kritiklos geglaubt wird. Und noch ein schöner seiner Leitsätze: Nimm dich selbst zurück.

Genau deshalb hat man den Unternehmer Dirk Ippen oft unterschätzt – vor allem die Großen. Als der Westfale 1982 tz und Münchner Merkur kaufte, glaubten einige gar, er agiere nur als Strohmann. Dabei verhandelte er für sich selbst so geschickt, dass ihm genügend finanzieller Spielraum für eine nachhaltige Sanierung des defizitären Betriebes blieb. Als Erstes stellte er in München den Bleisatz auf den modernen Fotosatz um, den er in den USA kennengelernt hatte.

Zum 80. Geburtstag von Dr. Dirk Ippen: Lesernähe ist ihm wichtig

Lesernähe – das bedeutet für Ippen auch, den eigenen Lebensstil im Rahmen des Normalen zu halten, am Boden zu bleiben. Der Höhenflug passt zu keinem, in dessen Adern ostfriesisches Blut fließt und der im Ruhrpott groß geworden ist. In diesen Gegenden sind Geradlinigkeit, Fleiß und Ausdauer gefordert. Vielleicht auch, etwas eigen zu sein. Ippen sieht sich selbst als Nonkonformist und hat sich in seiner Unternehmerkarriere von keinem Politiker je einnehmen lassen; er ist allein seinen Überzeugungen gefolgt.

Am liebsten hat er in den Bergen und im Arbeitsleben den Weg gewählt, der weniger begangen wird. „Das hat auch bei mir den ganzen Unterschied gemacht“, schreibt er in seiner Autobiografie Mein Leben mit Zeitungen. Der letzte seiner Leitsätze: Jeder hat einen Traum – sorge dafür, dass auch andere ihren Traum verwirklichen können. Dies hat er sich mit seiner Frau Marlene und den drei erwachsenen Söhnen zur Herzenssache gemacht.

Zum 80. Geburtstag von Dr. Dirk Ippen: Das sagen seine Wegbegleiter

Marlene Ippen, Ehefrau des Verlegers: Wie ich ihn sehe Seit fast 54 Jahren bin ich mit einem Sonntagskind verheiratet. Gibt es etwas Besseres? Als sehr geliebtes Kind seiner Eltern geht er bis heute mit Optimismus und Humor und ungebremster Energie durchs Leben. Er geht nicht, er läuft: Morgens und abends mit Jack-Russell-Hündin Pina durch den Wald, fünf Stockwerke die Treppen hoch im Zeitungsverlag. Er läuft durch München, wann immer er kann. Und am Wochenende ist Wandern die Kraftquelle seines Lebens. Vor 56 Jahren ein zielstrebiger, ernster junger Mann: ein ungeschliffener Diamant. Tanzen, Flirten, gemeinsame Themen: Prosa und Lyrik.–Liebesbeziehung, Arbeitsbeziehung, Lebensbeziehung! So viele Jahre zusammenzubleiben, sehe ich als ein Gesamtkunstwerk: möglich durch Offenheit, Respekt und Humor. Wir können viel zusammen lachen, z. B. wenn er immer noch rätselt, wer der idealere Mann für mich gewesen wäre. Was ich besonders an ihm mag? Seine großzügige Hilfsbereitschaft und Treue seinen Freunden gegenüber, auch darin ist er ein vollkommenes Sonntagskind. Sein erstes größeres Buch heißt: Mein Leben mit Zeitungen. Vor Jahren schrieb er eine Kolumne: Mein Leben mit Hunden. An dem Buch Mein Leben mit meiner Familie schreiben wir gemeinsam weiter...

Dr. Dirk und Frau Marlene Ippen

Dirk Ippens Assistentin Ulrike Prokein-Schultes Lieber Chef, in den 14 Jahren als Ihre rechte und linke Hand habe ich viel gelernt: Nicht nur, wie man einen Verlag führt, nein, Sie haben mir auch Goethe und Horaz nähergebracht. Auch, welchen Schaden ein Ackerfuchsschwanz auf Ihren Feldern in Ostfriesland anrichten kann. Und ich weiß, woher das Wort „Verleger“ kommt. Aber bisher habe ich ja fast alles wiedergefunden, auch den Autoschlüssel, der ohne Sie am Flughafen Düsseldorf geblieben ist. Nur ein Handy ist für immer im Watt versandet. Unsere Zusammenarbeit ist oft sehr amüsant und kurzweilig, zum Beispiel, wenn Sie Ihre Kolumne Wie ich es sehe vorbereiten. Sie diktieren, und ich warte auf das Tonbändchen, das mich flugs erreicht. Dann tippe ich, so schnell ich kann, und mit einem Auge sehe ich schon durch die Glastür, wie Sie ungeduldig mit den Fingern auf den Schreibtisch klopfen, bis Sie das erlösende Wort erreicht: „Fertig!“ Dann loggen Sie sich in meine Datei ein und arbeiten selber an Ihrem Text weiter, bis ich zu guter Letzt noch mal die Komma-Tüte darüberschütten darf. Das ist echte Teamarbeit! Darauf freue ich mich jede Woche, und es wäre mein allergrößter Wunsch, dass es noch lange, lange Zeit so bleibt. Lieber Chef, lassen Sie sich heute hochleben und seien Sie herzlichst umarmt mit meinen allerbesten Wünschen

Ministerpräsident Dr. Markus Söder

Den Laden im Griff Dirk Ippen ist eine der großen, prägenden Verlegerpersönlichkeiten Bayerns. Ich schätze an ihm seine klare Haltung, seine Weltoffenheit und auch sein Verständnis der Liberalitas Bavariae, obwohl er eigentlich gar nicht aus Bayern stammt. Dirk Ippen ist ein Verleger der alten und neuen Schule: Er schreibt für seine Zeitung noch selbst Kolumnen, gleichzeitig treibt er in seinem Medienhaus die Digitalisierung voran. Seine klare Haltung als evangelischer Christ verbindet uns. Wir sind zwei Evangelen mitten im Herzen des katholischen München. Und was ich bewundere: Er hat seinen Laden wirklich im Griff. Ich finde es sehr respektabel, dass er immer persönlich Grüß Gott sagt, wenn ich in eine Redaktionskonferenz zum Gespräch eingeladen bin. Besonders beeindruckend ist für mich dann, wie schnell selbst widerborstige Redakteure aufspringen, wenn der Verleger kommt. 

Markus Söder bei einem Besuch im Pressehaus.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter

Geschätzte Meinung erst einmal: Herzlichen Glückwunsch, lieber Herr Ippen! Wir kennen uns seit vielen Jahren und treffen uns auf Veranstaltungen oder–leider zu selten – zum Mittagessen. Ich schätze Ihre klare und direkte Art. Dass wir politisch nicht immer einer Meinung sind, hat unsere Treffen stets bereichert. Gerade in einer Zeit, in der so viele Menschen in ihren sogenannten „Blasen“ sich ihre eigene Welt bauen, braucht es den Austausch unterschiedlicher Meinungen und Sichtweisen. Das ist für einen Politiker unerlässlich und für einen Verleger, der sich vor allem seinen Leserinnen und Leser verpflichtet sieht, nicht weniger. Deshalb bin ich Ihnen dankbar, für Ihre Ideen und Vorstellungen zu unserem München, zu Deutschland und der Welt. München kann sich nicht zuletzt wegen des Münchner Merkurs und der tz über eine sehr lebendige Medienlandschaft freuen. Ihre Zeitungsgruppe zählt heute zu den größten der Bundesrepublik. Ich wünsche Ihnen, lieber Herr Ippen, zum heutigen Geburtstag auch auf diesem Weg alles Gute, und bleiben Sie gesund! 

Dirk Ippen und OB Dieter Reiter.

Alt-Oberbürgermeister Christian Ude

Ein Glücksfall für München Als „Regionalzeitungsfürst“ gekommen und als „Sanierer“ gefürchtet, hat sich Dirk Ippen in den fast vier Jahrzehnten seit dem Kauf des Münchner Merkur und der tz 1982 als Freund Münchens und Glücksfall für die Zeitungsstadt erwiesen: Er ist heute der einzige Münchner Zeitungsverleger, hat zwei bedeutsame publizistische Stimmen zwar sparsam, aber auch zukunftsorientiert gerettet und rechtzeitig als Verleger das digitale Zeitalter genutzt – und dabei hat der ordnungspolitisch und publizistisch Liberale auch stets soziale Projekte gefördert und sich als kultureller Mäzen betätigt. München kann dankbar sein–und ist es auch. Herzliche Glückwünsche! 

Dirk Ippen und Alt-OB Christian Ude.

Hauptgeschäftsführer Daniel Schöningh

Lieber Dirk, nicht selten werde ich gefragt, was ich am meisten an Dir schätze. Mich beeindruckt Deine Toleranz gegenüber anderen Meinungen und Sichtweisen genauso wie Dein Interesse an Gesprächspartnern und Mitmenschen. Du bist ein Humanist im besten Sinne und ein Protagonist für eine politisch und wirtschaftlich unabhängige Presse, die wir in unserem Land seit nunmehr über 75 Jahren haben. Diese gilt es immer wieder neu zu justieren, da wir wissen, dass das kein Selbstläufer ist. Du hast vielen Menschen, und mir ganz persönlich, Chancen und Freiräume eingeräumt, verbunden mit einer von Herzen kommenden Großzügigkeit. Für Dich bedarf es keiner großen Ehrungen und Orden, wenngleich es sich im Laufe der Jahrzehnte nicht immer verhindern ließ. Nun ja, es war im Dienste der Sache (für den Verlag), aber aus Deiner inneren Überzeugung nicht notwendig. Richtungsweisend ist Deine innere Erdung und der Respekt gegenüber Andersdenkenden. Für die vielen weiteren Jahre wünsche ich Dir, neben bester Gesundheit und Fitness, dass Du Deine Überzeugungen und Deine Meinungen in unseren Verlagen und Publikationen zur Sprache bringst. Wir halten das aus beziehungsweise halten dagegen – im Dienste unserer gemeinsamen Sache. Alles Gute zum ersten Geburtstag in Corona-Zeiten und ein Glückauf auf die Zukunft!

Charles Schumann, Barlegende

Lieber Herr Ippen, vor Kurzem habe ich mir überlegt, seit wann Sie eigentlich Gast bei uns sind? Ist es wirklich erst, seit wir hier in den Hofgarten gezogen sind? Ich hatte Sie darauf angesprochen. Sie meinten, im Schumann’s, in der Maximilianstraße, hätten wir Sie nicht wahrgenommen. Nun gut, jetzt nach Jahren haben Sie hier wie selbstverständlich einen Platz gefunden, was mich sehr freut. Am Anfang meiner Barselbstständigkeit in der Maximilianstraße hatten wir genaue Vorstellungen, wie unser Publikum sein sollte. International vor allem. Wir wollten eine Bar für schreibende Menschen – Journalisten- und Medien-Bar. Für Barflies, mit denen man alt werden kann. Bar-Gäste, die die Bar brauchen, aber nicht benützen. Eine Bar, die ein Zuhause sein sollte, in das man immer kommen und gehen konnte, wann man wollte. Viele unserer damaligen Gäste leben mittlerweile woanders oder sind nicht mehr unter uns. Ich freue mich, dass Sie ein solches Zuhause bei uns gefunden haben. Ich wünsche Ihnen alles Gute zu Ihrem Geburtstag. Viele Grüße aus der Schumann’s Bar am Hofgarten – mit unserer Lesfleurs-dumal-Geburtstagsschildkröte.

Barlegende Charles Schumann

Verleger Prof. Dr. Hubert Burda

Auf dem Boden geblieben „Nichts bringt so viel Erfolg wie der Erfolg selbst.“ So lautet sein Motto als Verleger, und das beschreibt aus meiner Sicht präzise den Medien-Unternehmer Dirk Ippen, einen der vielseitigsten und engagiertesten Menschen, den ich kenne. Er nimmt sich selbst zwar nicht so wichtig, aber schwingt gerne hinreißende Lobreden auf sein Gegenüber – am liebsten spontan. Die oder der Geehrte erkennen sich auf einmal in neuem, warmem Licht. Er entdeckt an ihnen ungeahnte Vorteile, die er in allerschönste Worte zu kleiden weiß. Ja, wir alle verfallen seinem energisch positiven Drive immer und immer wieder. Wir erleben ihn auch zum Beispiel im Lokal Schumann’s, wie er alle viereinhalb Minuten vom Stuhl aufspringt, um jemanden zu begrüßen oder ihm etwas zuzurufen, wenn er ihn nicht gleich an seinen Tisch bittet und mit anderen Gästen zusammenführt, um ein neues Unternehmen zu gründen. Was für einen Verleger mit so vielen Zeitungen immer wichtig ist: die Verbundenheit mit seinen Lesern. Dirk Ippen ist trotz seines großen Erfolgs immer auf dem Boden geblieben. Am liebsten würde ich sagen, auf dem Tanzboden geblieben, denn uns beide eint die große Liebe zur bayerischen Volksmusik und zu dem unvergesslichen Kiem Pauli, den Riederinger Sängern und dem Burda Beppi, ohne die dieses oberbayerische Brauchtum nicht so populär geworden wäre.

Andreas Kewitz, Seminarleiter Bergerhof Dietramszell

Seine Freude ist ansteckend! Dirk Ippen ist Hausherr am Bergerhof, und in vielen Gesprächen habe ich seine Ehrlichkeit, Bodenständigkeit und Hilfsbereitschaft ebenso zu schätzen gelernt wie sein logisches Denken und schnelles Handeln. Es ist jedes Mal ansteckend, seine Freude mitzuerleben, wenn ein perfekter Sonnenuntergang die Terrasse in goldenes Licht taucht. Solche Momente zelebriert er. Er holt dann oft Gäste von der anderen Terrasse herüber, damit sie dieses Naturschauspiel nicht verpassen. Ich wünsche ihm noch viele solcher Sonnenuntergänge mit einem Glas Wein und dem grandiosen Blick auf unsere Berge. „Ois Guade“ zum Geburtstag! 

Prof. Dr. Wolfgang und Ulla Hiddemann (lebensmut e. V.)

Niemand kann Schritt halten Dirk Ippen wird von uns allen bewundert und verehrt als äußerst erfolgreicher, hochinnovativer, zukunftsorientierter und dynamischer Verleger und Unternehmer. Dirk Ippen als Mensch kennenzulernen, gelingt am besten bei einer Wanderung in den Bergen – ein großes Vergnügen, aber auch eine große Herausforderung! Dirk kann den Berg nur in schnellem Schritt und am liebsten ohne Pause erklimmen, und obwohl wir deutlich jünger sind, gelingt es uns nicht, mit dem 80-jährigen Jubilar mitzuhalten! Ganz anders beim Abstieg. Dabei ist Zeit für intensive Gespräche, bei denen man Dirk als hochgebildeten, vielseitig interessierten, sehr empathischen und liebenswerten Menschen mit tollem Humor erlebt. Er ist auch ein äußerst großzügiger Unterstützer unseres gemeinnützigen Vereins lebensmut e.V., der krebskranke Menschen und ihre Angehörigen begleitet und unterstützt. Es ist ein Privileg und eine große Freude, Dirk Ippen einen guten Freund nennen zu dürfen.

Marianne Wille: Freigeist und Menschenfreund

Dirk Ippen 80? Sprechen wir tatsächlich von demselben? Dem Dirk, der bei den ersten flotten Musiktakten ausgelassen auf die Tanzfläche stürmt, der neben seiner geliebten Jack-Russell-Hündin herrennt wie deren Spielgefährte, der im Galopp alle bayerischen Berge erklimmt, der höchst gastfreundlich eine Einladung nach der anderen auf seinem traumhaften Hof im Oberland ausspricht, der in Vor-CoronaZeiten allabendlich auf wichtigen Events als kommunikativer Gast gesichtet wurde, und der im Lederhosengwand der zünftigste Gastgeber überhaupt auf dem Oktoberfest ist... Da es nur einen Dirk Ippen weit und breit gibt, muss es wohl derjenige sein: der große deutsche Zeitungsverleger, dem die Pressefreiheit ein heiliges Gut ist, der als liberaler Freigeist und Menschenfreund keine Hetze duldet und als ursprünglich norddeutsches Landei wie kein zweiter die bayerische Regionalität in seinen Blättern pflegt, der mutige Unternehmer, der demütige und bescheidene Protestant, der andere gerne lobt, der Mann, der seit 54 Jahren mit derselben wunderbaren Frau eine glückliche Ehe führt–der Vertraute, mit dem ich meine Begeisterung für Sprache und Gedichte teile, der mich zum Kolumnenschreiben verführt und mir in seinem Chefbüro den Satz mitgegeben hat: „Du musst ein Liebesverhältnis mit deinen Lesern eingehen!“ Wie wertvoll ist es doch, solch einen Freund zu haben! Wolfgang und ich wünschen Dir alles erdenklich Gute, lieber Dirk! 

Politologe Prof. James W. Davis: Amerikas bester Freund

Kann es sein, dass Dirk Ippen tatsächlich 80 Jahre alt ist? In amerikanischen Kreisen glaubt man, dass er bereits mit zum Gruß ausgestreckter Hand auf dem Plymouth Rock stand, als William Bradford von der Mayflower aus zum ersten Mal den amerikanischen Kontinent betrat! Kennengelernt haben wir uns, als die deutsch-amerikanischen Beziehungen aufgrund des Irakkrieges einen Tiefpunkt erreicht hatten. Damals gab er mir die Chance, über die besondere Freundschaft zwischen Deutschland und Amerika zu schreiben, und aus dem gemeinsamen Anliegen ist nicht nur meine Kolumne Unter Freunden, sondern auch eine tiefe, persönliche Freundschaft entstanden. Weder Amerika noch ich hatten je einen besseren Freund als Dirk Ippen. Happy Birthday! 

Professor James Davis ist Politikwissenschaftler.

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