Zweifel an angeblichem Bodenradarbild vom "Goldzug"

+
Bis das echte Gold gefunden wird, können die Schatzsucher sich mit dieser "Nazi"-Schokolade stärken. Foto: Maciej Kulczynski

Krakau/Walbrzych (dpa) - Mit einem Bodenradarbild wollen die angeblichen Entdecker eines deutschen Panzerzugs aus dem Zweiten Weltkrieg Berichte über ihren Fund untermauern - doch ein Experte meldet Zweifel an der Aufnahme an.

"Das ist eine Fotomontage mit zwei Aufnahmen unterschiedlicher Auflösung. Das ist mit bloßem Auge zu sehen, es reicht (die Aufnahme) zu vergrößern und die Pixel zu vergleichen", sagte Wieslaw Nawrocki vom Institut für zerstörungsfreie Prüfverfahren in Krakau der Zeitung "Gazeta Wyborcza".

Die beiden Männer, die nach eigenen Angaben den Zug in einem 50 Meter tiefen Schacht in Niederschlesien entdeckt haben, waren am Freitag nach mehrwöchigen Spekulationen über den Fund im niederschlesischen Walbrzych an die Öffentlichkeit getreten. Mit Details halten sie sich vorerst zurück. Weltweit macht die Entdeckung des vermeintlichen "Goldzugs" Schlagzeilen - das wildeste Gerücht besagt, dass der Zug mit Raubgold der Nationalsozialisten beladen sein könnte.

Nawrocki sagte, die auf der Webseite der beiden Schatzsucher präsentierte Aufnahme sei kein typisches Bodenradar-Bild, es mache eher den Eindruck eines Laserscans. Er vermute ein "neues, aber ziemlich billiges" Untersuchungsgerät: "Ich kann nicht glauben, dass es solche Wunder zustande bringt." 

Webseite der angeblichen Finder

auch interessant

Meistgelesen

Auto rast in Menschenmenge: Viertes Opfer gestorben
Auto rast in Menschenmenge: Viertes Opfer gestorben
Lawinen-Drama in Italien: Vier Kinder unter den Überlebenden
Lawinen-Drama in Italien: Vier Kinder unter den Überlebenden
Siebenfache Eltern sterben bei Verkehrsunfall
Siebenfache Eltern sterben bei Verkehrsunfall
Radiosender stoppt „Bayerns unmoralischstes Gewinnspiel“
Radiosender stoppt „Bayerns unmoralischstes Gewinnspiel“

Kommentare