Vorfälle häufen sich

Zwölf Tote durch Gasexplosion bei Tunnelbau in China

Guiyang - Bei einer Explosion während des Baus eines Eisenbahntunnels sind im Südwesten Chinas zwölf Arbeiter ums Leben gekommen. Die Suche nach Überlebenden wurde eingestellt.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch berichtete, strömte bei den Bohrarbeiten plötzlich Gas in den Tunnel und explodierte. Zwölf Arbeiter wurden verletzt, zwölf weitere wurden verschüttet. Die Suche nach ihnen wurde nach 14 Stunden am Morgen ergebnislos eingestellt. An der Suche hatten sich mehr als 2000 Bergungskräfte beteiligt.

Laut Xinhua liefen Ermittlungen zur genauen Unglückssache. Der Tunnel für eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke in der Provinz Guizhou führt demnach mitten durch ein Kohleflöz. In der Volksrepublik wird seit über zehn Jahren massiv am Aufbau neuer Hochgeschwindigkeitsnetzte gearbeitet, in rasantem Tempo wurden bereits 17.000 Kilometer Schienen verlegt. Die Sorge vor Pfusch am Bau ist entsprechend groß.

In China kommt es immer wieder zu schweren Industrieunfällen. Zwar gibt es inzwischen strenge Sicherheitsbestimmungen, doch werden sie oft nicht umgesetzt. Nach der jüngsten Statistik der Regierung waren im Jahr 2015 rund 66.000 Menschen bei Arbeitsunfällen getötet worden.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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