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9-Euro-Ticket: Wann kommt es und wie funktioniert es?

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Von: Franziska Schwarz

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Symbolbild zum Entlastungspaket 2022: Eine Montage des geplanten 9-Euro-Ticket für den ÖPNV, im HIntergrund die U-Bahn München.
Das Entlastungspaket 2022 sieht auch ein 9-Euro-Ticket vor (Montage/Symbolbild). © Wolfgang Maria Weber/Imago

Weil die hohen Energiepreise vielen Menschen ins Geld gehen, soll nach Willen der Ampel-Koalition der ÖPNV billiger werden - darauf müssen Sie dabei achten.

München - 90 Tage lang für neun Euro im Monat öffentliche Busse und Bahnen nutzen, also für insgesamt 27 Euro - der Vorstoß der Ampel-Koalition dürfte sich für Fahrgäste toll anhören. Das Konzept ist Teil des Entlastungspakets 2022. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) soll für Bürgerinnen und Bürger vorübergehend günstiger werden.

Diese Details über das spezielle Monats-Ticket sind zunächst bekannt:

Entlastungspaket 2022: 9-Euro-Ticket für ÖPNV schon zum 1. Mai?

Wann kommt das 9-Euro-Ticket? Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) hält den 1. Mai für eine „nicht unrealistische Option“. Auch die Verkehrsbranche geht intern davon aus, dass die Umsetzung bis dahin machbar ist.

Der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat sich bereits geäußert. „Wir versuchen, das so schnell wie möglich umzusetzen“, sagte dessen Sprecher Lars Wagner dem Sender WDR. „Mai ist so ein bisschen das inoffizielle Ziel der Branche. Da setzen wir alles dran, dass das funktionieren kann.“

9-Euro-Ticket: Nahverkehr-Branche sieht das Entlastungskonzept auch kritisch

Die Branche merkte aber auch an, dass das 9-Euro-Ticket-Unterfangen kein leichtes wird. Das Handelsblatt zitierte am 25. März aus einem Brief von VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff an Maike Schaefer (Grüne), Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz: „Bei einem Neun-Euro-Abo für die kommenden drei Monate, jeweils monatlich, ist von exorbitanten zusätzlichen Einnahmeausfällen auszugehen. Einzelfahrscheine werden praktisch nicht mehr gelöst werden, da ein Neun-Euro-Abo diese Ticketart vollständig kannibalisieren wird.“

Entlastungspaket 2022: Verkehrsminister Wissing gegen Nulltarif-Ticket

Die Verkehrsministerkonferenz hatte zuvor übrigens auch ein Nulltarif-Ticket ins Spiel gebracht. Wissing wies diese Idee aber zurück. Mit einem 9-Euro-Ticket ließe sich die Nachfrage deutlich besser nachvollziehen, argumentierte er: „Bei dem 9-Euro-Ticket kennt man die Zahl der zusätzlichen Fahrgäste und kann entsprechend disponieren und vermeidet dadurch, dass es zu punktuellen Überlastungen kommt.“

Die Spitzen von SPD, Grünen und FDP hatten sich am 24. März angesichts der hohen Energiepreise auf ein Entlastungspaket geeinigt. Es umfasst neben dem 9-Euro-Ticket auch eine 300-Euro-Energiepreispauschale, einen Tankrabatt sowie einen Kinderbonus. (frs mit Material von AFP und dpa) *Merkur.de und tz.de und sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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