Abbey-Road-Studios stehen zum Verkauf

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Die Abbey Road in London, hier auf dem Cover des gleichnamigen Beatles-Album und in Realität, ist noch immer ein Pilgerort für Fans der Fab Four.

London - Die legendären Abbey-Road-Studios in London stehen offenbar zum Verkauf. Verschwindet jetzt das Studio, in dem die Beatles und Pink Floyd ihre Platten eingespielt haben?

Der angeschlagene britische Musikkonzern EMI will einem Zeitungsbericht zufolge die legendären Abbey Road Studios verkaufen. Die Studios in London wurden durch das gleichnamige Album der Beatles weltweit berühmt.

EMI wolle mit einem Verkauf seinen riesigen Schuldenberg abbauen, berichtete die “Financial Times“ am Dienstag. Das Unternehmen, das 2007 vom Finanzinvestor Terra Firma übernommen worden war, hatte im Geschäftsjahr bis Ende März 2009 einen Verlust von umgerechnet fast zwei Milliarden Euro gemacht und auch vor Zahlungsschwierigkeiten gewarnt.

Immer noch pilgern Touristen aus aller Welt zu dem Zebrastreifen vor den Studios im Norden Londons, über den die Beatles einst marschierten und sich dabei für ihr Plattencover ablichten ließen. EMI hatte die Studios vor 80 Jahren gekauft.

Bunte Alben-Charts 2009

Das Jahr 2009 sorgt für manche Überraschung in den Alben-Charts. Fast wöchentlich wechseln die Favoriten. Klicken Sie sich durch die Erstplatzierten (Quelle: Media Control): Mit Herbert Grönemeyers Album "Was muss, muss-Best off" startet das Jahr mit einem deutschsprachigen Interpreten. © dpa
Die Gruppe Adoro liefert klassische Musik mit Sex-Appeal. Die jungen Männer sind ein Hingucker für die Damenwelt. Sie stossen Herbert Grönemeyer mit ihrem Album "Adoro" von seiner Spitzen-Position. © dpa
Gegen "The Boss" Bruce Springsteen hat keiner eine Chance. Gerade mal zwei Wochen hält es Adoro auf Platz Eins, bis das Album "Working on a Dream" erscheint und den Altmeister des Rock von Null auf Platz Eins katapultiert. © dpa
Der Sänger Peter Fox punktet mit seinem Album "Stadtaffe". Er spielt danach Bäumchen wechsle dich. Immer wieder wird er vom Thron gestossen um dann den Ersten Platz erneut für sich zu beanspruchen. © dpa
Eine Woche später macht die schwedische Rock-Band Mando Diao Peter Fox den 1. Platz streitig. Ihr Album "Give Me Fire!" steigt direkt auf Platz Eins ein. © dpa
U2 kommen mit ihrem Album "No Line On The Horizon" direkt auf den ersten Platz ein. Allerdings spielt Peter Fox sein Spiel weiter. Eine Woche später liegt der "Stadtaffe" wieder vorn. © dpa
"Nichts passiert" heißt das Album von Silbermond. Nachdem die Single "Irgendwas bleibt" es an die Spitze der Charts schafft, zieht das Album nach. © dpa
Die deutsche Sängerin Andrea Berg sorgt sicherlich für eine Überraschung, als ihr Album "Zwischen Himmel & Erde" den ersten Platz der Album-Charts erobert. Silbermond holt eine Woche später wieder auf. © dpa
"Depeche Mode" melden sich mit dem Album "Sounds of the Universe" zurück. Mit fünf Wochen halten sie sich am längsten auf dem 1. Rang im Jahr 2009. © dpa
Dann wird es punkig: Die Gruppe Green Day punktet mit ihrem Album "21st Century Breakdown" © dpa
Die Sportfreunde verdrängen Green Day. Ihr Album heißt "MTV Unplugged in New York" - es wurde aber in den Bavaria-Filmstudios in München eingespielt. © dpa
Die amerikanisch-schottisch-schwedische Band Placebo kann ihr Album "Battle For The Sun" auf den ersten Platz katapultieren. © dpa
Die Gruppe a-ha will aufhören, zumindest haben sie das ihren Fans erklärt. "Foot Of The Mountain" soll ihr letztes Album sein. Vielleicht regt der erste Platz zum Weitermachen an. © dpa
DSDS-Gewinner Daniel Schumacher kann nach der Show sein Album als Einsteiger platzieren. Mit dem einfachen Titel "The Album" hält er sich allerdings nur eine Woche auf Platz Eins. Eine Tragödie, die die Musikwelt erschüttert, katapultiert ihn auf einen unteren Platz. © dpa
Der 25. Juni 2009 ändert für ein paar Wochen alles in den Charts: Der King of Pop Michael Jackson (50) stirbt unter mysteriösen Umständen. Vom ersten bis zum sechsten Platz dominiern seine Alben die Charts. © dpa
Erst Ende August kann Jan Delay den King of Pop mit seinem Album "Wir Kinder vom Bahnhof Soul" von Platz Eins verdrängen. © dpa
Diva Whitney Houston schafft es kurz mit ihrem Album "I look to you" auf Platz Eins. Alles in Allem hält sich der Erfolg aber in Grenzen. © dpa
Pur punkten mit ihrem Album "Wünsche". Viele deutschsprachige Alben schaffen es im Jahr 2009 auf Platz Eins. (Bild: Sänger Hartmut Engler) © dpa
Ob die Gruppe Pur tatsächlich Widerstand leistet, als das englische Trio Muse mit dem Album "The Resistance" den ersten Platz erobern, ist zu bezweifeln. © dpa
Madonna kann auf jeden Fall feiern. Ihre Tour wird ein großer Erfolg, sie hat einen jungen Lover und ihr Album "Celebration" schafft es auf Platz Eins der Alben-Charts. © dpa
Tokio Hotel werden erwachsen. Das Album "Humanoid" ist eins ihrer Besten. Zu recht landet es auf Platz Eins. © dpa
Lange hält es die ehemalige Teenie-Band leider nicht an der Spitze. Aber "Alles kann besser werden" verspricht Xavier Naidoo in seinem Album. Für ihn auf jeden Fall. Er schafft es auf Platz Eins. © dpa
Dick im Geschäft ist die Gruppe Rammstein. Nachdem ihr Album auf dem Index landet und nur noch an Erwachsene ab 18 Jahren verkauft werden darf, katapultiert sich das Album "Liebe ist für alle da" auf den ersten Platz. © dpa
Auch das Album von Ich + Ich befindet sich am 11.Dezember 2009 auf den ersten Platz der Alben-Charts. © dpa

Nicht nur die Beatles, Pink Floyd oder Radiohead spielten hier Platten ein. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Studios dafür genutzt, Propaganda für die britische Regierung aufzunehmen. Auch die “Herr der Ringe“-Filmmusik wurde hier aufgenommen. Jedoch bekam das Studio zunehmend Konkurrenz durch billigere Aufnahmemöglichkeiten.

Forbes-Liste: Tote Stars als Topverdiener

Tote Stars als Topverdiener
Platz 13: Andy Warhol (links, hier zusammen mit Ex-Bundeskanzler Willy Brandt) starb bereits 1987. Er verdiente im vergangenen Jahr sechs Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 12: Aaron Spelling produzierte Erfolgsserien wie Beverly Hills oder Melrose Place. Er starb im Jahr 2006 im Alter von 83 Jahren. Seine Arbeit brachte seinen Erben in den vergangenen 12 Monaten acht Millionen Dollar ein.  © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 11: Jimi Hendrix starb bereits 1970 an einer Überdosis. Auch lange nach seinem Tod verdient er noch sehr gut. Im vergangen Jahr waren es acht Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 10: Der Bestseller- und Drehbuchautor Michael Crichton verdiente auch nach seinem Tod mit Erfolgsromanen wie Jurassic Park oder Drehbüchern für Emergency Room rund 9 Millionen Dollar. Er erlag im Jahr 2008 einem Krebsleiden. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 9: Albert Einstein, der Begründer der Relativitätstheorie bringt seinen Erben auch über 50 Jahre nach seinem Tod noch zehn Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 8: Die Erfindung der Cartoon-Figur Grinch zählt zu seinen größten Erfolgen. Der amerikanische Kinderbuch-Autor Theodor Seuss Geisel (gennant Dr. Seuss) starb im Jahr 1991. In den vergangenen 12 Monaten brachten seine Geschichten 15 Millionen Dollar ein. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 7: 1980 wurde das ehemalige Beatles-Mitglied John Lennon ermordet. Zusammen mit Paul McCartney komponierte er zahlreiche Songs. Im vergangenen Jahr brachte ihm seine Arbeit 15 Millionen Dollar in die Kassen. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 6: Charles Schulz, der Erfinder von Charlie Brown und Snoopy verdient mit seinen Comicfiguren heute noch 35 Millionen. Er starb 2000 im Alter von 77 Jahren. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 5: Sein „Herr der Ringe“ ist einer der erfolgreichsten Fantasy-Romane überhaupt: Der britische Schriftsteller J.R.R. Tolkien verdiente im letzten Jahr unglaubliche 50 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 4: Der King of Rock‘n Roll: Die Musik von Elvis Presley ist auch nach seinem Tod im Jahr 1977 noch sehr erfolgreich. In den vergangenen 12 Monaten brachten seine Werke 55 Millionen Dollar ein. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 3: Michael Jackson ist auf dem besten Weg die Spitze der toten Topverdiener zu erreichen. In nur vier Monaten nach seinem Tod verdiente der King of Pop für seine Erben rund 90 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 2: Die Musical-Autoren Richard Rodgers und Oscar Hammerstein (hier eine Szene aus ihrem Werk „South Pacific“) sind wohl nur Kennern ein Begriff. Trotzdem verdienten die beiden in den vergangenen 12 Monaten 235 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 1: Unglaubliche 350 Millionen Dollar brachten die Geschäfte des im Jahr 2008 verstorbenen Modeschöpfers Yves Saint Laurent im vergangenen Jahr ein. © dpa

"Abbey Road": Name ist mehr wert als das Gebäude

EMI wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren. Die “FT“ berief sich auf mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Demnach werbe EMI derzeit um Bieter für das Gebäude. Ein Verkauf könnte eine hohe Millionensumme einbringen.

Unklar sei aber, ob EMI den Markennamen Abbey Road mit dem Gebäude verkaufen wolle. Ein Medienanwalt sagte der Zeitung jedoch: “Die Marke ist mehr wert als das Gebäude....jeder, der die Studios haben will, will die Marke.“

dpa

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