"Wir schreiben Geschichte"

Ägyptens Präsident eröffnet erweiterten Suezkanal

+
Öltanker im Suezkanal bei Ismalia. Künftig sollen doppelt so vieler Schiffe den Kanal passieren können und Ägypten damit wesentlich höhere Einnahmen bringen.

Kairo - In Anwesenheit zahlreicher internationaler Staatsgäste hat Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi den erweiterten Suezkanal offiziell eröffnet.

"Das ägyptische Volk hat bewiesen, dass es in der Lage ist, Geschichte zu schreiben", sagte er am Donnerstag bei einer im Fernsehen übertragenen Ansprache in der Stadt Ismailija. Er dankte Allah dafür, "das er unseren Traum hat Realität werden lassen". Zuvor hatte al-Sisi an Bord der Yacht "El-Mahrusa" die Wasserstraße durchquert. Das Schiff war bereits vor 146 Jahren das erste, das den damals neuen Kanal einweihte.

Zu der Feier unter großen Sicherheitsvorkehrungen werden auch unter anderem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Frankreichs Präsident François Hollande erwartet. "Ägyptens Geschenk an die Welt" - wie der nordafrikanische Staat den Ausbau nennt - hat umgerechnet mehr als sieben Milliarden Euro gekostet. Das krisengebeutelte Nil-Land erhofft sich davon einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Die für den Welthandel bedeutende Wasserstraße war innerhalb eines Jahres an einigen Stellen verbreitert und auf einer 72 Kilometer langen neuen Passage zweispurig ausgebaut worden.

Mittelfristig soll damit die Durchfahrt doppelt so vieler Schiffe ermöglicht werden. Die Wasserstraße - eine der wichtigsten Devisen-Quellen des Landes - verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und ist die kürzeste Strecke auf dem Seeweg von Asien nach Europa.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Rewe will 2018 mehr als zwei Milliarden Euro investieren
Rewe will 2018 mehr als zwei Milliarden Euro investieren
Zeitverzug bei Hauptbahnhof: Stuttgart 21 erst 2023?
Zeitverzug bei Hauptbahnhof: Stuttgart 21 erst 2023?
Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends
Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends
Die Nazi-Vergangenheit von Porsche: Gute Geschäfte unterm Hakenkreuz
Die Nazi-Vergangenheit von Porsche: Gute Geschäfte unterm Hakenkreuz

Kommentare