Aida Cruises setzt Kreuzfahrtschiff in Boom-Markt China ein

+
Bevor die 2008 in Dienst gestellte "Aidabella" von Shanghai aus in Fahrt geht, wird sie im Frühjahr 2017 in einer Werft vorbereitet und unter anderem mit asiatischen Restaurants ausgestattet. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv

Hamburg/Rostock (dpa) - Die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises verlegt ein Flottenschiff erstmals ganzjährig in den boomenden Markt China.

Die asiatischen Kreuzfahrtmärkte seien 2015 so stark gewachsen wie nie zuvor, teilte der internationale Verband Cruise Lines International Association (Clia) mit. Die Zahl der Passagiere stieg demnach um 24 Prozent auf 2,08 Millionen, knapp die Hälfte kam vom chinesischen Festland. Mehr als acht von zehn asiatischen Passagieren machten eine Kreuzfahrt innerhalb Asiens.

Zum Vergleich: 2015 buchten 1,81 Millionen deutsche Kreuzfahrtpassagiere eine Schiffsreise, ein Zuwachs von 2,3 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. 2016 erwartet die Branche hier ebenfalls den Sprung über die Zwei-Millionen-Schwelle.

Die internationalen Reedereien hätten auf den Fernost-Boom reagiert und auf die Bedürfnisse der asiatischen Reisenden zugeschnittene Angebote entwickelt, berichtete der Verband. Bevor die 2008 in Dienst gestellte "Aidabella" von Shanghai aus in Fahrt geht, wird sie nach Angaben der Reederei im Frühjahr 2017 in einer Werft vorbereitet und unter anderem mit asiatischen Restaurants ausgestattet.

Das Rostocker Unternehmen gehört zur italienischen Costa-Gruppe, die seit 2006 im chinesischen Markt ist. Im vergangenen Jahr fuhren 60 Hochsee-Kreuzfahrtschiffe in Asien, 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Clia erwartet, dass 2016 Kapazität für rund 3,2 Millionen Passagiere geschaffen wird. Beliebtestes Reiseziel war für dieses Jahr Japan mit 1526 geplanten Hafenanläufen, gefolgt von China (850) und Südkorea (745).

Mitteilung zu "Aidabella"

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

„Peinlich“: Dr. Oetker löst mit WM-Werbung Shitstorm aus - so reagiert der Konzern
„Peinlich“: Dr. Oetker löst mit WM-Werbung Shitstorm aus - so reagiert der Konzern
Audi-Chef Stadler in U-Haft genommen - Nachfolge soll feststehen
Audi-Chef Stadler in U-Haft genommen - Nachfolge soll feststehen
Aldi Süd hat den Traum-Swimming-Pool im Angebot - doch er hat einen großen Nachteil
Aldi Süd hat den Traum-Swimming-Pool im Angebot - doch er hat einen großen Nachteil
Rückruf wegen Gesundheits-Gefahr: Tiefkühl-Riese Iglo warnt vor mehreren Produkten
Rückruf wegen Gesundheits-Gefahr: Tiefkühl-Riese Iglo warnt vor mehreren Produkten

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.