Mehr persönliche Freiheit

Aigner kämpft für Bargeld in Bayern

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Wirtschaftsministerin Ilse Aigner reiht sich in die Schar der Kämpfer für das Bargeld ein.

München - Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) reiht sich in die Schar der Kämpfer für das Bargeld ein. Auch künftig sollen 5000 Euro oder mehr in bar bezahlt werden können.

In einem Brief an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will sich Aigner dafür stark machen, dass in Deutschland auch künftig Beträge über 5000 Euro bar bezahlt werden können. Die Effekte einer Beschränkung des Bargeldverkehrs auf Kriminalität und Schwarzarbeit seien gering, „die Einschränkung der persönlichen Freiheit der Bürger ist jedoch enorm“, sagte Aigner am Montag. „Der elektronische Zahlungsverkehr wird lückenlos dokumentiert und überwacht, das will auch der unbescholtene Bürger nicht hinnehmen.“

Außerdem wäre der bargeldlose Zahlungsverkehr für etliche Bereiche des Wirtschaftslebens nicht praktikabel. „Wie soll das für Wochen- und Handwerkermärkte, Flohmärkte, Straßenmusik funktionieren“, fragte Aigner. Schäuble will im Interesse der Terror- und Verbrechensbekämpfung europaweit keine Barzahlungen über 5000 Euro mehr zulassen - ausgehend von der Tatsache, dass die allermeisten Bürger derartige Summen ohnehin nicht mehr bar begleichen.

dpa

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