Aktionäre zunehmend besorgt über Ausstand

Lufthansa streicht für Samstag 137 Flüge

Am Samstag werden von den Flugausfällen rund 30.000 Lufthansa-Passagiere betroffen sein.
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Am Samstag werden von den Flugausfällen rund 30.000 Lufthansa-Passagiere betroffen sein.

Frankfurt - Wegen des erneut fortgesetzten Pilotenstreiks hat die Lufthansa für diesen Samstag 137 Flüge mit rund 30.000 Fluggästen abgesagt.

Gestrichen werden vor allem Interkontinental-Verbindungen, erklärte die Fluggesellschaft am Freitag. Rund 30.000 Passagiere sind insgesamt betroffen. Wegen des seit Mittwoch laufenden Ausstands werde es auch noch "vereinzelte Streichungen" auf Kurz- und Mittelstrecken geben, erklärte das Unternehmen. Die Gesamtzahl der Flugausfälle seit Streikbeginn belaufe sich auf 2755; mehr als 345.000 Passagiere seien betroffen.

Der Pilotenstreik schlägt zunehmend auf die Aktien der Lufthansa durch. Am Freitag gaben die Papiere zwischenzeitlich um 0,67 Prozent auf 12,56 Euro nach. Die Flieger bleiben nun schon den dritten Tag am Boden und die Piloten wollen auch am Samstag weiter streiken. Seit der ersten Ankündigung am Montag haben die Papiere bislang gut 2,5 Prozent an Wert verloren.

Imageschaden befürchtet

Börsianer fürchten einen Imageschaden. Mit längerer Streikdauer drohe mehr als nur ein finanzieller Verlust, den Vorstandsmitglied Harry Hohmeister zuletzt auf etwa 10 Millionen Euro täglich bezifferte. Hohmeister hatte am Vortag eingeräumt, bei den mittelfristigen Buchungszahlen sei die Zurückhaltung der Fluggäste zu spüren.

Viele Marktakteure gingen bislang davon aus, dass die Airline die nun schon 14. Streikrunde der Piloten gut verkraften kann. Am ersten Streiktag hatte Commerzbank-Analyst Johannes Braun noch hervorgehoben, die Fluggesellschaft gehe mit dem Ausstand relativ gut um. Er sprach von kurzfristigen Schmerzen, aber einer langfristigen Aussicht auf eine erfolgreiche Strategie mit dem Ziel, die Fluggesellschaft besser aufzustellen. Den aktuellen Lohnforderungen der Piloten werde das Unternehmen vermutlich nicht nachgeben.

Die Kursverluste der vergangenen Tage folgen aber auch auf eine starke Entwicklung in den vergangenen Wochen. Seit die Fluggesellschaft Anfang Oktober überraschend ihren operativen Gewinnausblick nach oben geschraubt hat, sind die Papiere in der Spitze um mehr als 40 Prozent gestiegen.

dpa/AFP

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