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Corona-Selbsttests: Nach Aldi und Lidl ziehen jetzt dm und Rossmann nach - Kampf mit Lieferproblemen

Nach den Discountern Aldi und Lidl wollen jetzt auch die Drogeriemärkte die ersten Corona-Selbsttests für zu Hause verkaufen. Doch wegen Lieferengpässen wird sich der Starttermin wohl verzögern.

München - Corona*-Selbsttests gelten als ein weiteres Hilfsmittel, um das Infektionsgeschehen zu kontrollieren. Vor allem aber versprechen sie ein Stück mehr Freiheit. Deswegen waren die ersten Corona-Selbsttests bei Aldi* und Lidl* innerhalb von Minuten ausverkauft. Jetzt wollen auch Drogeriemärkte die beliebten Selbsttests in ihr Sortiment aufnehmen.

Corona-Selbsttests: Ansturm auf Laientests zwingt Discounter in die Knie

Der Ansturm auf die ersten Corona-Laientests war am vergangenen Samstag riesig*. Obwohl die Abgabemenge bei Aldi auf zunächst eine Packung für 24,99 € pro Kunde begrenzt war, gab es nach einer halben Stunde in den meisten Filialen keine Schnelltests zur Eigenanwendung mehr. Auf der Webseite von Discounter Lidl war der Ansturm so groß, dass diese am Samstagvormittag zusammenbrach und zeitweise nicht erreichbar war. Eine Pressesprecherin von Aldi teilte mit, dass mit neuem Nachschub für nächste Woche gerechnet werde. „Aufgrund der nach wie vor hohen Nachfrage kann es auch dann sein, dass die Tests zügig ausverkauft sind“. Auf der Webseite von Lidl hieß es am Dienstag nur, dass die Antigenschnelltests „demnächst bestellbar“ sind.

Corona-Selbtests: Nach Lidl und Aldi versuchen es jetzt Drogerieketten

Nach den Discountern wollen jetzt auch die Drogerieketten die begehrten Corona-Laientests in ihr Sortiment aufnehmen. Als Erstes dürften die Tests bei Rossmann und Müller zu erhalten sein. Die Einzelhändler kündigten an, am Mittwoch (10. März) den Verkauf der Antigen-Tests zu starten. Dm will am 12. März die ersten Selbsttests verkaufen. Ursprünglich hatten dm und Rossmann geplant mit dem Verkauf am 09. März zu starten. Ein Sprecher von dm hatte gegenüber Merkur.de angekündigt, dass die Tests „zunächst online, dann auch sehr zeitnah in den rund 2000 Filialen bundesweit“ verfügbar seien. Doch aufgrund Lieferverzögerungen können die Drogeriemärkte das Verkaufsstartdatum nicht halten.

Wie bei den Discountern Aldi und Lidl werden die Drogeriemärkte zunächst Selbsttests mit Nasenabstrich führen. Auch bei dm wird die Abgabemenge begrenzt sein. Geschäftsführer Sebastian Bayer sagte, dass die Obergrenze je Kunde bei maximal fünf Einheiten liegen soll. Neben den Drogeriemärkten kündigten auch Edeka*, Rewe und Kaufland* an, bis zum 15. März Antigenschnelltests in ihr Sortiment aufzunehmen. Edeka und Rewe halten sich mit ihren Ankündigungen noch zurück und nannten kein konkretes Datum. Viel mehr will Edeka „in Kürze“ und Rewe mit Beginn der kommenden Woche sukzessive mit dem Verkauf beginnen.

Corona-Selbtestests: Auch Edeka und Kaufland wollen Tests einführen

Die Corona-Selbsttests geben jedoch keine absolute Sicherheit, ob man mit dem Coronavirus infiziert ist. Laut RKI* sei „die Aussagekraft eines solchen Testergebnisses zeitlich begrenzt. Es ist also durchaus möglich, dass eine infizierte Person, die ein negatives Antigen-Testergebnis erhält, bereits am darauffolgenden Tag – bei gestiegener Viruslast im Nasen-Rachen-Raum – ein positives Ergebnis bekommt.“ Der Schnelltest zur Eigenanwendung kann deswegen als eine ergänzende Hilfsmaßnahme zu den gängigen Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen gesehen werden. Wie die Corona-Selbsttests funktionieren und was man beachten muss, haben wir für Sie bereits zusammengestellt*. (phf) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christophe Gateau/dpa

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