Altmaier: Energiewende besser koordinieren

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Bundesumweltminister Peter Altmaier ( CDU) und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig ( SPD,l) am Dienstag bei der Eröffnung der Husum WindEnergy Messe in Husum.

Husum - Mit kritischen Bemerkungen zum geplanten Ausbau der Windenergie hatte Umweltminister Peter Altmaier (CDU) im Vorfeld der Windmesse in Husum für Unruhe gesorgt. Jetzt konkretisierte er, worum es ihm geht.

Peter Altmaier (CDU) will bei der Energiewende das Heft in die Hand nehmen, mehr Führung zeigen und Orientierung geben. „Wir müssen stärker auf einer Koordinierung zwischen den einzelnen Beteiligten bestehen“, sagte Altmaier am Dienstag bei der Eröffnung der Windenergie-Messe in Husum. „Die Energiewende muss so organisiert werden, dass alles ineinandergreift. Das ist die Aufgabe des Bundesumweltministers.“

Es führe zu Problemen, wenn die norddeutschen Bundesländer die Windenergie ausbauen, um die Industriezentren im Süden zu versorgen, dort aber ebenfalls ausreichende Kapazitäten errichtet würden. „Deshalb brauchen wir ein Gesamtkonzept“, sagte Altmaier. „Darin müssen wir uns einigen, welche Windstrommengen garantiert abgenommen werden von den Regionen, die den Strom benötigen und darauf, in welchen zeitlichen Dimensionen der Windenergieausbau voran gehen soll“, sagte Altmaier auf der weltgrößten Fachmesse für Windenergie.

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hatte Altmaier bei der Eröffnungsveranstaltung heftig kritisiert. „Lassen Sie uns den Wind dort ernten, wo er weht“, sagte Albig. „Das ist hier in Schleswig-Holstein. Bremsen Sie unser Land nicht aus.“ Altmaier entgegnete, er habe nicht vorgeschlagen, die Windstrom-Produktion oder den Ausbau in Schleswig-Holstein zu drosseln. Bei der Energiewende solle nicht Nord gegen Süd, Ost gegen West, Onshore gegen Offshore oder Solar gegen Wind ausgespielt werden.

dpa

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