Betrügereien: UBS zahlt 160 Millionen Dollar

Washington - Betrügereien bei kommunalen Anleihen in den Vereinigten Staaten kosten die Schweizer Großbank UBS 160 Millionen Dollar (108 Mio Euro). Mit welcher Masche die Bank Kommunen über den Tisch zog:

Die UBS willigte in Vergleiche mit US-Behörden ein und übernahm die Verantwortung für die Verfehlungen ihrer früheren Mitarbeiter. Das gab das Justizministerium am Mittwoch in Washington bekannt.

Die UBS-Mitarbeiter hatten den Erkenntnissen zufolge das Bieterverfahren manipuliert, mit denen die Kommunen oder andere öffentliche Einrichtungen die beste Geldanlage finden sollten. Wegen der gleichen Sache hatte die Bank of America im Dezember bereits 137 Millionen Dollar an Strafe und Schadenersatz berappen müssen.

Konkret ging es um die kurzfristige Wiederanlage der Gelder, die Städte und Gemeinden durch ihre Anleihen eingenommen hatten. Hier gab es nach den Erkenntnissen der Behörden zahlreiche verbotene Absprachen auf Bankenseite. “Zum Schaden der Kommunen und letztlich der Steuerzahler“, wie Staatsanwältin Christine Varney ausführte.

Die Vorkommnisse spielten sich nach Angaben des Justizministeriums zwischen 2001 und 2006 ab. Die Börsenaufsicht SEC, die Steuerbehörde IRS und die Generalstaatsanwaltschaften mehrerer Bundesstaaten waren an den Vergleichen mit der Schweizer Bank beteiligt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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