Arbeitsgericht: Leistungsbonus in Mindestlohn einrechnen

+
Ein Leistungsbonus ist ein "Lohn im eigentlichen Sinn", befand das Gericht. Foto: Stephanie Pilick/Archiv

Düsseldorf (dpa) - Ein Leistungsbonus darf nach einem Gerichtsurteil in die Berechnung des gesetzlichen Mindestlohns einbezogen werden. Wie das Arbeitsgericht in Düsseldorf mitteilte, hatte die Klage einer Frau gegen diese Praxis ihres Arbeitgebers keinen Erfolg.

Die Klägerin erhielt 8,10 Euro sowie einen Bonus von höchstens einem Euro pro Stunde. Mit Einführung des Mindestlohns wurde die Vergütung von 8,10 Euro um konstant 40 Cent pro Stunde vom Bonus aufgestockt und so der Mindestlohn von 8,50 Euro erreicht.

Das Gericht befand, mindestlohnwirksam seien alle Zahlungen, die als Gegenleistung für die erbrachte Arbeitsleistung mit Entgeltcharakter gezahlt würden. Ein Leistungsbonus habe einen unmittelbaren Bezug zur Arbeitsleistung und sei ein "Lohn im eigentlichen Sinn", der in die Berechnung einzubeziehen sei. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Auch interessant

Meistgelesen

Nach Pleite: Air Berlin verrammscht Inventar bei Ebay 
Nach Pleite: Air Berlin verrammscht Inventar bei Ebay 
Kunden fassungslos: Supermarkt räumt Regale leer - aus diesem Grund
Kunden fassungslos: Supermarkt räumt Regale leer - aus diesem Grund
Ist Vanille bald das teuerste Gewürz der Welt?
Ist Vanille bald das teuerste Gewürz der Welt?
Studie für Geringverdiener: So unfair ist das Steuersystem
Studie für Geringverdiener: So unfair ist das Steuersystem

Kommentare