Arcandor : Rettungsplan vom April Grundlage für Sanierung

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Von links: Der Arcandor-Vorstandsvorsitzende Karl-Gerhard Eick , der Arcandor-Generalbevollmächtigte Horst Piepenburg und der vorläufige Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg.

Essen - Bei Arcandor-Rettung stützen sich Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg und der Generalbevollmächtigte Horst Piepenburg auf das bereits Mitte April vorgestellte Sanierungsprogramm.

Dieses Programm hatte Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick vorgestellt. Das berichtet “Euro am Sonntag“ in der aktuellen Ausgabe. Eick habe das Konzept gemeinsam mit Piepenburg erarbeitet.

Der Plan sah vor, dass sich der Konzern auf die profitablen Kernbereiche von Primondo und Karstadt konzentriert und den Wachstumskurs der Reisetochter Thomas Cook als Teil des Gesamtkonzerns fortsetzt. Im Warenhausbereich wollte man sich auf das mittlere Preissegment konzentrieren und sich von Edeladressen wie KaDeWe (Berlin), Alsterhaus (Hamburg) und Oberpollinger (München) trennen. Außerdem sollten Standorte geschlossen und in der Versandhandelssparte Primondo (Quelle) Stellen abgebaut werden. Ein gemeinsamer Einkauf von Versandhandel und Warenhäusern sollte zu Einsparungen von mehreren Hundert Millionen Euro pro Jahr führen.

Parallel zu dem bestehenden Plan führe Görg Gespräche mit an Konzernteilen interessierten Unternehmen, schreibt die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf informierte Kreise. Neben den Gesprächen mit Metro über eine Zusammenlegung ihrer Kaufhof-Filialen mit den Karstadt-Häusern fänden auch Gespräche mit Otto sowie Rewe statt. Arcandor wolle die maximale Frist von drei Monaten bis zum Beginn eines Insolvenzverfahrens voll ausschöpfen.

dpa

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