Atomausstieg: E.on zieht vors Verfassungsgericht

Düsseldorf - Der Energiekonzern E.on zieht wegen der Stilllegung seiner Meiler als erster deutscher Kernkraftwerksbetreiber vor das Bundesverfassungsgericht.

Die Verfassungsbeschwerde sollte noch am Montag in Karlsruhe eingereicht werden, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer DAX-Konzerns auf dapd-Anfrage. Mit der Klage solle der Anspruch auf Schadenersatz geklärt werden, der einen “hohen einstelligen Milliardenbetrag“ betrage.

Die Beschwerde richte sich ausdrücklich nicht “gegen den öffentlichen Willen zur Energiewende“, sagte der Sprecher. Die frühzeitige Stilllegung der Kraftwerke stelle vielmehr einen Eingriff in das grundrechtlich geschützte Eigentum und die Berufs- und Gewerbefreiheit dar. “Aus unserer Sicht ist dieser Eingriff ohne entsprechende Entschädigung verfassungswidrig“, sagte der Sprecher.

dapd

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