Verstrickung in Regime

Audi ändert nach Studie zur NS-Zeit Darstellung

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In der Metallkappe eines Reserverades eines Auto Union 920 Cabriolet aus dem Jahr 1939 spiegelt sich am 12.07.2009 die Trinkhalle Baden-Baden wieder.

Ingolstadt - Audi hat nach der Vorlage einer Studie zur Verstrickung des Vorgängerunternehmens Auto Union in das System der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus etliche Darstellungen angepasst.

So seien etwa Texte im Unternehmensmuseum und im Internet verändert worden, sagte ein Sprecher der VW-Tochter am Montag in Ingolstadt.

Die vom Autobauer in Auftrag gegebene Untersuchung hatte vor allem zu Tage gefördert, dass das Management des Unternehmens damals tiefer als bisher angenommen in das NS-System verstrickt war, allen voran der damalige Auto-Union-Chef Richard Bruhn. Audi-Betriebsratschef Peter Mosch will sich dafür einsetzen, dass eine in den 50er Jahren nach Bruhn benannte Pensionskasse des Autobauers umbenannt wird.

Die Audi-Mutter VW hatte die eigene NS-Geschichte bereits in den 90er Jahren untersuchen lassen. Der Konzern beteiligte sich zudem für alle seine Marken auch an der 2000 gegründeten Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ), die bis Ende 2006 mehr als 4,4 Milliarden Euro an mehr als 1,6 Millionen ehemalige Zwangsarbeiter der NS-Diktatur ausgezahlt hat. Die Studie mit dem Titel „Kriegswirtschaft und Arbeitseinsatz bei der Auto Union AG Chemnitz im Zweiten Weltkrieg“ ist seit Montag im Buchhandel.

dpa

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