Automanager sind gegen Mindestlohn

München - Obwohl es sie nicht betrifft, sieht die deutsche Autobranche die mögliche Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns kritisch.

Zwar betreffe die Hersteller eine solche Regelung angesichts des hohen Lohnniveaus in Deutschland nicht direkt, aber sie könne etwa den Mittelstand hart treffen. Auf längere Sicht werde ein Mindestlohn Arbeitsplätze kosten, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Montag auf dem Autogipfel des „Handelsblatts“.

Audi-Chef Rupert Stadler sagte: „Die Tarifautonomie hat sich in den letzten Jahrzehnten bewährt“. Kritik, die Industrie versuche über Lobbyarbeit oder Großspenden die Politik zu beeinflussen, wiesen beide Manger zurück. „Ich meine, wir sollten noch mehr zwischen Industrie und der Politik sprechen“, sagte Zetsche. Das gelte für CO2-Grenzwerte genauso wie für die Förderung von Elektromobilität. Die technischen Herausforderungen etwa bei der Verbrauchssenkung seien weitaus größer, als sie es in der Vorstellung der Politik seien.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Zeitverzug bei Hauptbahnhof: Stuttgart 21 erst 2023?
Zeitverzug bei Hauptbahnhof: Stuttgart 21 erst 2023?
Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends
Neuer Faber-Castell-Chef setzt auf China und neue Trends
Zum Fahrplanwechsel: Bahn erhöht Preise - auch Fernzugtickets teurer
Zum Fahrplanwechsel: Bahn erhöht Preise - auch Fernzugtickets teurer
Höhenflug beim Butterpreis geht wohl zu Ende
Höhenflug beim Butterpreis geht wohl zu Ende

Kommentare