Deutscher Automarkt als Anker der Stabilität

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Laut Kraftfahrtbundesamt verbuchten im April fast alle deutschen Marken Zugewinne.

Berlin/Flensburg - Der deutsche Pkw-Markt wächst gegen den europaweiten Trend. Davon profitieren vor allem deutsche Autobauer. Opel gehört nicht dazu.

Der Frühlingsaufschwung auf dem deutschen Automarkt geht weiter. Mit mehr als 274 000 Neuwagen wurden im April 2,9 Prozent mehr Autos zugelassen als vor einem Jahr, wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) am Donnerstag in Flensburg mitteilte. Damit ist der Pkw-Markt seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent auf knapp 1,05 Millionen Neuzulassungen gewachsen.

“Der deutsche Pkw-Markt erweist sich als Stabilitätsanker in einem schwierigen europäischen Marktumfeld“, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, laut Mitteilung. Europaweit war der Autoabsatz im ersten Quartal um 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen.

Von dem Wachstum am deutschen Automarkt profitierten dem VDA zufolge vor allem einheimische Hersteller. Sie steigerten ihren Absatz in den ersten vier Monaten um drei Prozent und lieferten drei von vier im April neu zugelassenen Autos. Die Zahl der Neuwagen aus ausländischer Herstellung stagnierte dagegen.

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Laut Kraftfahrtbundesamt verbuchten im April fast alle deutschen Marken Zugewinne. Mercedes legte um 16,7 Prozent zu und verkaufte fast 26 000 Fahrzeuge, für BMW/Mini gab es ein Plus von 6,2 Prozent. Der marktführende VW-Konzern wuchs mit 0,4 Prozent etwas schwächer. Auf der Verliererseite waren dagegen Opel (minus 9,1 Prozent) und Ford (minus 6,3 Prozent).

Die Fahrzeugproduktion in den deutschen Werken sank nach VDA-Angaben im April um zehn Prozent auf 425 600 Fahrzeuge. Der Export schrumpfte um 14 Prozent auf 323 000 Autos. Diese Rückgänge seien teilweise aber auf die Methode der statistischen Erfassung zurückzuführen, teilte der Verband mit. Bei einigen Modellen würden in China nur noch letzte Arbeitsschritte vorgenommen. Sie würden deshalb als Auslandsproduktion verbucht, obwohl sie überwiegend in Deutschland hergestellt wurden.

Die Automobilbranche berichtete von steigenden Auftragszahlen aus dem Ausland. Laut VDA legten die Auftragseingänge aus Ländern außerhalb Deutschlands im Vergleich zum Vorjahresmonat um acht Prozent zu. “Seit 33 Monaten haben wir Monat für Monat steigende Orders unserer ausländischen Kunden zu verzeichnen“, sagte Verbandspräsident Wissmann.

dpa

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