Unternehmer feiert Geburtstag

Erich Sixt: Auch mit 70 noch am Steuer

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Erich Sixt feiert 70. Geburtstag.

München - 70. Geburtstag feiert Erich Sixt am Mittwoch. Und sitzt immer noch am Steuer von Deutschlands größtem Autovermieter. Er sagt selbst, er sei "von dem Unternehmen besessen".

Seit 45 Jahren sitzt Erich Sixt nun schon am Steuer von Deutschlands größtem Autovermieter – und am Mittwoch feiert der Unternehmer seinen 70. Geburtstag. Ein Ausstieg aus dem Tagesgeschäft ist für Sixt aber kein Thema: „Ich bin von dem Unternehmen besessen.“

Die Aktionäre von Sixt dürfte dies freuen. 2013 erreichte das Unternehmen einen Konzernüberschuss von 94,4 Millionen Euro. In Sachen Dividende ist Sixt einer der Stars an der Börse, für das Jahr 2013 wurde, genau wie im Vorjahr, ein Euro pro Stammaktie ausgeschüttet.

Mit mancher Kampagne eckte das Unternehmen an

Bei den Aktionären erlangte Sixt aber auch dank seiner Persönlichkeit große Beliebtheit. Viele von ihnen pilgern jedes Jahr zur Hauptversammlung, um Sixt einmal live zu erleben. An seinen Redetext hält er sich dabei meistens nicht, sondern spricht auf dem Podium gerne auch mal über Vorruheständler, die „ihrer Pension entgegendämmern“. Davon ist Sixt weit entfernt. Wichtige Termine macht der Unternehmer selbst und steuert dabei heute noch persönlich den Firmenjet.

Die Marke Sixt platziert der Vorstandsvorsitzende meisterhaft, doch mit so mancher Kampagne eckte Sixt an. Als er mit dem Porträt des aus der Psychiatrie entlassenen Gustl Mollath warb, brach ein Sturm der Entrüstung los. Sixt musste sich entschuldigen und die Kampagne beenden.

Für seinen unternehmerischen Erfolg bekam Sixt längst diverse Preise und Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Verdienstorden und den Bambi in der Kategorie Wirtschaft. Und auch die manchmal umstrittenen Werbekampagnen seines Unternehmens brachten Sixt Auszeichnungen ein: 2010 nahm die Wirtschaftswoche Erich Sixt in die Hall of Fame der Deutschen Werbung auf.

Zeit, sich weitere Meriten als Vorstandsvorsitzender zu erarbeiten, hat Sixt noch genug. Das Wort „Ruhestand“ ist dem Unternehmer ein Graus. Sixt sagt immer wieder, er wolle solange weitermachen, wie er in der Lage ist, sich selbstkritisch zu betrachten. Klassische Beschäftigungen eines Rentners wie Golfen und Gärtnern, betont der Unternehmer, sind nichts für ihn.

tz

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