Wirtschaft besorgt

Azubis gesucht: Viele Lehrstellen unbesetzt

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Besonders in der Gastronomie, Hotellerie und im Einzelhandel werden Lehrlinge gesucht.

München - Mehr als 12.000 Lehrstellen könnten heuer in den Betrieben im Freistaat unbesetzt bleiben. Besonders schwierig ist die Situation im Einzelhandel, der Gastronomie und Hotellerie.

Der Bewerbermangel in der Ausbildung bereitet der bayerischen Wirtschaft zunehmend Sorgen. Drei Monate vor Beginn des Ausbildungsjahres sei absehbar, dass heuer in den Betrieben im Freistaat mehr als 12.000 Lehrstellen unbesetzt bleiben könnten, teilte die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern am Montag mit.

„Die Unternehmen bieten aufgrund der guten Konjunktur und des Fachkräftemangels immer mehr Ausbildungsplätze an, es fehlt aber schlicht an Bewerbern“, erklärte der Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages, Eberhard Sasse.

39.553 Lehrstellen sind noch frei

Derzeit seien laut Mai-Statistik der Agentur für Arbeit für Bayern noch 39.553 Lehrstellen im Freistaat frei, es gebe aber nur noch 27.287 unversorgte Bewerber. Die rechnerische Lücke von 12.000 Bewerbern könnte bis zum Beginn des Ausbildungsjahres sogar noch deutlich größer ausfallen.

Denn viele Schulabgänger könnten sich bis September noch für einen anderen Bildungsweg entscheiden - oder auch trotz des großen Angebots keinen passenden Ausbildungsplatz finden, hieß es. Besonders schwierig sei die Situation im Einzelhandel sowie in der Gastronomie und Hotellerie.

dpa

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