BA-Chef: Trend zu schlechter bezahlter Arbeit

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BA-Chef Frank Weise sieht einen Trend zu schlechter bezahlter Arbeit.

Dresden - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet im Zuge des wirtschaftlichen Strukturwandels mit einem Trend zu schlecht bezahlter Arbeit. In den kommenden Jahren würden immer mehr tarifvertraglich geregelte Vollzeit-Stellen wegbrechen.

Im Gegenzug entstünden neue Arbeitsplätze in der Dienstleistungsbranche, sagte Frank Weise in einem Interview mit der “Dresdner Neuesten Nachrichten“ (Dienstag). “Diese Stellen sind aber zumeist geringer bezahlte und weniger langfristige Arbeitsverhältnisse“, sagte Weise. Einen Trend zu prekärer Arbeit sieht er aber nicht.

Für das laufende Jahr rechnet der BA-Chef wie der Sachverständigenrat mit durchschnittlich 300 000 bis 400 000 Arbeitslosen mehr als 2009. Allerdings werde es im Winter 2010/2011 einen deutlichen Anstieg bis knapp unter vier Millionen geben. Davon seien bald auch die neuen Bundesländer betroffen, die bislang von der weltweiten Wirtschaftskrise eher verschont wurden. Weise erwartet, dass sich die Zahl der Kurzarbeiter 2010 etwa auf rund 550 000 halbieren wird. Kurzarbeit werde allmählich für die Unternehmen zu teuer, zudem setze der dringend nötige Strukturwandel ein.

dpa

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