Bahn-Betriebsrat warnt vor schlechtem Service

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Die Bahn räumte ein, es habe bei den ICE eine “angespannte Personalsituation“ gegeben.

Berlin - Die Gewerkschaft Transnet und der Betriebsrat befürchten bei der Bahn einen schlechteren Service in den Fernzügen. Grund: Eine völlig verfehlten Personalplanung.

Die Überlastung der Beschäftigten nehme ständig zu. Überstunden und Krankmeldungen seien die Folge. Das Unternehmen müsse umgehend handeln.

“Unter dem Dogma der Kostensenkung“ seien beim Servicepersonal in diesem Jahr bereits 112 Stellen gestrichen worden. Dabei schöben die Beschäftigten schon einen Berg von 900 000 Überstunden vor sich her. Für die laufende Planungsperiode, den Zeitraum vom 13. August bis 15. Oktober, seien 2600 Schichten nicht verplant worden, für diese Schichten und Fahrten gebe es also zurzeit kein Personal. Die Folge seien weitere Überstunden und Doppelschichten für die Beschäftigten, kritisierten Transnet-Vorstand Reiner Bieck und Gesamtbetriebsratschef Horst Zimmermann.

Die Bahn räumte ein, es habe bei den ICE eine “angespannte Personalsituation“ gegeben. Sie habe aber “durch den außerordentlichen Einsatz des Bordpersonals kompensiert werden“ können und habe keine Auswirkungen auf die Fahrgäste gehabt, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Derzeit werde beim Personal “nachgesteuert“, so dass sich die Situation schnell entspannen werde.

dpa

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