Hohe Kosten für Instandhaltung

Bahn: Finanzlücke bei Schienennetz

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Für die Erhaltung der Infrastruktur erhält die Bahn zurzeit jährlich 2,5 Milliarden Euro vom Eigentümer Bund und gibt zudem 500 Millionen aus Eigenmitteln hinzu.

Berlin - Die Deutsche Bahn befürchtet Lücken bei der Finanzierung des Schienennetzes. Die Kosten für die Instandhaltung macht den Verantwortlichen Sorgen.

Der Infrastrukturvorstand des Unternehmens, Volker Kefer, sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag): „Insgesamt macht uns der steigende Instandhaltungsbedarf Sorgen.“ Dieser falle etwa für Brücken an. Die Bahn schätze ihn „jährlich aufsteigend auf bis zu rund 190 Millionen Euro, die noch nicht eingeplant sind“. Als Instandhaltung gelten vorbeugende Maßnahmen wie auch zum Beispiel Schienenpflege.

Die Netzsparte liefere zwar derzeit einen ordentlichen Beitrag zum Gewinn der Bahn. „Unterm Strich ist die Infrastruktur dennoch nicht nachhaltig finanziert“, fügte Kefer hinzu. Wenn die Investitionen und damit die Verschuldung weiter anstiegen, müsse das Unternehmen noch mehr verdienen, aber „genau danach sieht es nach den neuesten Planungen nicht mehr aus“.

Für die Erhaltung der Infrastruktur erhält die Bahn zurzeit jährlich 2,5 Milliarden Euro vom Eigentümer Bund und gibt zudem 500 Millionen aus Eigenmitteln hinzu. Das Geld wird vor allem für das Schienennetz, aber auch für Bahnhöfe und die Energieversorgung benötigt. Doch es reiche nicht. „Wir brauchen mehr Geld. Wir gehen bei der Lücke von einem dreistelligen Millionenbetrag aus“, sagte Kefer. Dieses Geld komme „entweder vom Bund oder von der Kundschaft“. Fehle es, schössen die Aufwendungen für die Instandhaltung nach oben.

dpa

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