Banken erleichtern Girokonto-Wechsel

Berlin - Weniger Ärger für Bankkunden: Der Wechsel des Girokontos wird von November an erleichtert.

Künftig soll die neue Bank nicht nur das Guthaben des Kunden von der alten Bank übernehmen, sondern auch von sich aus die Daueraufträge fortsetzen. Das sieht eine Empfehlung des Zentralen Kreditausschusses der Banken, Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken vor.

Das ändert sich für Bankkunden

Warum werden die Geschäftsbedingungen geändert? © Jens Schierenbeck/dpa
Am 31. Oktober tritt eine EU-Richtlinie in Kraft, die die Zahlungsbedingungen im Europäischen Wirtschaftsraum vereinheitlichen soll. © dpa
Was ändert sich bei Schäden durch gestohlene oder verlorene EC-Karten? © dpa
Wenn die EC-Karte abhandenkommt und Fremde damit Geld abbuchen, müssen Kunden demnächst bis zu einer Höhe von 150 Euro haften. Einzelne Institute haben aber angekündigt, auf die Selbstbeteiligung zu verzichten. Wer zum Beispiel seine PIN auf die Karte schreibt, haftet weiterhin unbegrenzt. © dpa
Was ändert sich bei Überweisungen in Papierform? © dpa
In Zukunft haben Banken nicht mehr die Pflicht, den auf dem Formular angegeben Empfängernamen mit der Kontonummer abzugleichen. Beim Online- und Telefonbanking müssen sie das schon jetzt nicht. Bei einem Zahlendreher kann das Geld ungewollt bei jemand anderem landen. © dpa
Können Kunden irrtümliche Überweisungen in Zukunft noch aufhalten? © dpa
Nein. Wer einen Beleg bei der Bank einwirft oder am Computer auf den Überweisungsknopf drückt, der ist das Geld erst mal los. Wer es sich danach anders überlegt, ist nach Auskunft von Stephanie Pallasch von der “Stiftung Warentest“ auf die Kulanz der Bank angewiesen. © dpa
Kann das Geld bei einer Überweisung zum falschen Konto verloren gehen? © dpa
In der Regel reicht eine Benachrichtigung der Bank, damit der Betrag zurückgebucht werden kann. Damit das Geld dauerhaft weg kommt, muss demnach dreifaches Pech im Spiel sein: Der Kunde müsste die Kontonummer falsch schreiben, es müsste die falsche Nummer tatsächlich geben und es müsste der Empfänger mittellos sein und das Geld gleich ausgeben. © dpa
Wie verändern sich Lastschriften? © Jens Schierenbeck/dpa
Ab dem 1. November dieses Jahres sind sogenannte SEPA-Lastschriften möglich - benannt nach der “Single Euro Payments Area“, also dem einheitlichen europäischen Zahlungsraum. Für diese Lastschriften gelten laut Pallasch andere Rückholfristen: Bis zu acht Wochen nach der Abbuchung kann der Kontoinhaber das Geld zurückfordern. © dpa

Spätestens nach 14 Arbeitstagen soll die neue Bank demnach die Daueraufträge neu einrichten. Außerdem soll sie ihrem neuen Kunden Musterschreiben geben, mit denen dieser Arbeitgeber, Energieversorger und andere über die neue Kontoverbindung informieren kann.

dpa

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