Barmer-GEK-Chefin warnt vor "Panikmache"

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Birgit Fischer, die Vorstandsvorsitzende der Barmer-GEK, hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach Krebspatienten wegen des Budgetsdrucks der Krankenhäuser unzureichend versorgt würden.

Berlin - Die Vorstandsvorsitzende der neuen Groß-Krankenkasse Barmer GEK, Birgit Fischer, hat die Debatte über eine unzureichende Versorgung von Krebspatienten als “Panikmache“ bezeichnet.

Es gehe vielmehr um eine passgenaue Versorgung, sagte Fischer am Dienstag im ARD-Morgenmagazin. “Es gibt immer eine medizinische Abwägung.“ Da Patienten manchmal mehrere unterschiedlichen Erkrankungen hätten, wären die gleichen Medikamente nicht immer notwendig und richtig. Fischer reagierte damit auf Äußerungen von Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe, der zuletzt eine “heimliche Rationierung“ im Gesundheitswesen beklagt hatte.

“Nicht jeder Krebspatient bekommt heute das sehr teure Krebsmedikament“, sagte Hoppe. Ärzte und Krankenhäuser stünden unter Budgetdruck und entschieden deshalb im Einzelfall, bei welchem Patienten sich eine teure Behandlung besonders lohne. Hoppe forderte die Politik zu einer Debatte darüber auf, welche Patienten und welche Krankheiten künftig vorrangig behandelt werden sollen. Fischer wies diese Forderung zurück. “Ich halte diese Diskussion für eine Panikmache und eine Verunsicherung der Versicherten“, sagte sie. “Die Abstimmung und Koordination der unterschiedlich behandelnden Fachärzte und Krankenhäuser muss das Ziel sein, um die Qualität der Versorgung zu steigern. Das bedeutet gleichzeitig, dass auf der anderen Seite auch Gelder eingespart werden können.“

Es gebe in der Versorgung Wirtschaftlichkeitsreserven, sagte Fischer. “Es geht nicht darum, aus Kostengründen Behandlungen zu verweigern. Diese Diskussion haben wir nicht nötig in Deutschland.“ Die SPD-Gesundheitspolitikerin Carola Reimann plädierte dafür, die Arzneimittelpreise für besonders kostspielige Therapien etwa in der Krebsbekämpfung stärker zu überprüfen. Noch die Große Koalition habe gesetzliche Grundlagen geschaffen, um Kosten und Nutzen von Medikamenten zuverlässig gegeneinander abzuwägen, sagte Reimann im Südwestrundfunk. Die Rationierung von Leistungen lehnte sie ab. Ende## DAPD/wn/vf/

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