Bauernverband: Agrarwende-Pläne der Grünen "unglaublich"

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Bauernpräsident Rukwied: Teile der Grünen machen "mit bewusst falschen Behauptungen Stimmung gegen redliche Bauernfamilien". Foto: Uwe Anspach

Osnabrück (dpa) - Der Deutsche Bauernverband hat die Pläne der Grünen für eine radikale Agrarwende als "unglaublich" kritisiert: "Teile der Parteispitze machen hier mit nicht gekannter Aggressivität und mit bewusst falschen Behauptungen Stimmung gegen redliche Bauernfamilien".

Die Bauern seien "erbost". "Hier wird mit Angst gespielt und ganz offensichtlich nach Wählerstimmen gefischt.", sagte Verbandspräsident Joachim Rukwied der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Auf einer Klausur in Weimar hatte die Grünen-Bundestagsfraktion ein Sofortprogramm für eine "grüne Landwirtschaft und gutes Essen" beschlossen. Darin fordern die Grünen, den Bau von Massentierhaltungsanlagen sowie den ausufernden Einsatz von Antibiotika zu stoppen. Nötig sei eine Herkunfts- und Haltungs-Kennzeichnung für Fleisch. Äcker und Lebensmittel in Deutschland und Europa müssten gentechnikfrei sein.

Zum Thema Antibiotika sagte Rukwied der Zeitung: "Wir sind da wesentlich weiter, als die Grünen es wahrhaben wollen." Das branchenweite Monitoring belege, dass der Einsatz von Antibiotika in Ställen von 2012 auf 2013 um 15 Prozent gesenkt worden sei. Rukwieds Ansicht nach ist die Landwirtschaft in Deutschland in Sachen Nachhaltigkeit und Innovationen Vorbild für die gesamte Welt.

Beschluss Grünen-Bundestagsfraktion

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