Bayer investiert eine Milliarde Euro in China

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Bayer Chemiepark in Leverkusen (Archivbild).

Shanghai - Der Bayer-Konzern investiert eine weitere Milliarde Euro in China. Mit dem Ausbau der Kapazitäten soll der Umsatz im Großraum China bis 2015 auf rund fünf Milliarden Euro gesteigert werden.

Die Investitionen betreffen vor allem den Standort Shanghai. Das teilte der Chemieriese am Donnerstag in der ostchinesischen Hafenmetropole mit. Der Konzern will vor allem die Produktion hochwertiger Materialien ausbauen. Es ist eine der größten Einzelinvestitionen in der Kunststoffsparte MaterialScience. Mit den schon vorher bis 2012 geplanten Erweiterungen um 2,1 Milliarden Euro steigen die Investitionen in Shanghai auf drei Milliarden Euro. Der Großraum China ist der zweitwichtigste Markt für den Teilkonzern, der gut zur Hälfte zu der bis 2015 geplanten Umsatzsteigerung beitragen soll. Für die neuen Pläne unterzeichnete Bayer eine Absichtserklärung mit den Behörden. “Die Erweiterung unserer Kapazitäten in China ist ein wichtiger Schritt, um unsere Präsenz in den Schwellenländern deutlich auszubauen“, sagte Vorstandschef Marijn Dekkers.

Bayer rechnet im asiatisch-pazifischen Raum mit einem anhaltenden Wachstum in den Abnehmerbranchen. Deswegen sollen die Kapazitäten für den Polyurethan-Rohstoff MDI auf eine Million Tonnen sowie für den Hochleistungskunststoff Polycarbonat auf 500 000 Tonnen im Jahr mehr als verdoppelt werden. Die Hauptverwaltung für die Geschäfte mit Polycarbonat wird vom Stammsitz in Leverkusen nach Shanghai umziehen, um näher am boomenden Markt in Asien zu sein. Auch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sollen verstärkt werden. “Das starke Wirtschaftswachstum in China wie in der gesamten Region bietet uns herausragende Chancen, die wir bestmöglich nutzen wollen“, sagte der Vorstandschef des Teilkonzerns, Patrick Thomas.

Es sei “von strategischer Bedeutung“, in der Region die nötigen Kapazitäten aufzubauen, um die steigende Nachfrage zu bedienen. Im Asien-Pazifik-Raum werden heute schon rund 60 Prozent der gesamten Polycarbonat-Produktion weltweit abgesetzt. Die größte Nachfrage kommt aus China. Der Kunststoff wird vor allem in der Auto- und Elektro-Industrie sowie im Bau eingesetzt. Weltweit hatte die Kunststoffsparte 2009 einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro. Im Großraum China mit der Volksrepublik, Hongkong und Taiwan erreichte der Konzern 2009 einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro. Davon hatte MaterialScience einen Anteil von 1,2 Milliarden.

dpa

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