Bayerische Beschäftigungsbrücke vor dem Aus

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Bertram Brossardt ist Hauptgeschäftsführer des Verbands der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie.

München - Mit der "Beschäftigungsbrücke" sollte jungen Facharbeitern eine Jobperspektive geschaffen werden. Doch der Andrang hielt sich in Grenzen. Nun steht das Projekt vor dem Ende.

Ungeachtet der guten Lage in der bayerischen Wirtschaft hat nach wie vor rund ein Fünftel der Jungfacharbeiter, die 2009 angesichts der Krise von ihren Betrieben in die sogenannte Beschäftigungsbrücke geschickt wurden, kein konkretes Jobangebot.

Es gebe immer noch Unternehmen, die in Schwierigkeiten steckten, sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände (bayme vbm), am Freitag in München.

Die Metall- und Elektroarbeitgeber hatten zusammen mit der bayerischen IG Metall vor knapp drei Jahren die Beschäftigungsbrücke Bayern GmbH initiiert. Die Gesellschaft sollte junge Menschen nach Ende ihrer Ausbildung aufnehmen, die aufgrund weggebrochener Aufträge und zu geringer Auslastung von ihrem Betrieb nicht übernommen wurden. Die Facharbeiter wurden dann an dieses Unternehmen ausgeliehen.

Der Andrang war jedoch weniger stark als ursprünglich gedacht. Anstatt der 500 bis maximal 1000 erwarteten Beschäftigten schickten insgesamt 19 bayerische Betriebe lediglich 274 junge Leute nach Abschluss ihrer Ausbildung in die Beschäftigungsgesellschaft. Für die 56 verbliebenen werde aktiv nach Arbeitsplätzen gesucht, sagte Brossardt. Die Beschäftigungsbrücke endet im März.

dpa

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