Glas mehr als halb voll

Bayerische Wirtschaft: Weißbier-Index im Plus

München - Die Konjunktur nimmt in Bayern langsam wieder Fahrt auf. Das zeigt der aktuelle „Weißbier-Index“ den die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) am Dienstag in München vorgestellt hat.

Das Glas ist voller als noch im ersten Halbjahr, als die Wirtschaft im Freistaat stagnierte. Der Index ist im Vergleich zum Frühjahr um elf Punkte auf 116 Punkte gestiegen. 100 Punkte stehen für den langjährigen Durchschnitt, 200 Punkte sind der Maximalwert.

Alfred Gaffal, Präsident der vbw, glaubt an eine Fortsetzung dieses Trends. „Die Perspektiven für die kommenden Monate sind verhalten optimistisch. Wir erwarten eine weitere Belebung der Konjunktur, das Tempo wird aber moderat bleiben“, so Gaffal bei der Präsentation der Zahlen.

Insgesamt erwartet er in der zweiten Jahreshälfte für den Freistaat nur ein leichtes Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent. Die Konjunktur wird laut vbw derzeit besonders vom privaten Konsum gestützt. Dazu tragen steigende Real­löhne und die beinahe erreichte Vollbeschäftigung bei. Allerdings sieht vbw-Präsident Gaffal auch Gefahren für den Aufschwung. Nicht nur hohe Energiepreise und Arbeitskosten gehören für ihn zu den möglichen Konjunkturbremsen. „Höhere oder zusätzliche Steuern schaden unserem Standort ebenso wie ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn“, sagte Gaffal. Auch bei der Bundestagswahl haben die Wähler aus seiner Sicht gegen Pläne für Steuererhöhungen und zusätzliche Regulierungen gestimmt.

Robert Märländer

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Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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